Sylt. Mit viel Witz, Tempo und pädagogischem Feingefühl war das Mathemusical „Der kleine Zahlenteufel“ zu Gast an der Boy-Lornsen-Schule. Die Aufführung nahm die Schülerinnen und Schüler mit auf eine unterhaltsame Reise in eine Welt, in der Zahlen plötzlich fehlen – mit überraschenden Folgen.


Im Mittelpunkt der Geschichte steht Zacharias Zahlenteufel, der Zahlen für das größte Übel der Welt hält und sie am liebsten abschaffen würde. Als der sogenannte „große G“ davon erfährt, kommt es zu einer Wette: Drei alltägliche Aufgaben sollen ganz ohne Zahlen bewältigt werden. Was zunächst einfach klingt – einen Kuchen backen oder die Großmutter anrufen – entpuppt sich schnell als echte Herausforderung. Zwar gelingt es dem kleinen Zahlenteufel anfangs noch, sich mit Tricks durchzuschlagen, doch spätestens bei der Begegnung mit Herrn Kuckuck gerät sein Weltbild ins Wanken. Der Bewohner einer Kuckucksuhr ist außer sich, weil alle Zahlen von seiner Uhr verschwunden sind und er nicht mehr weiß, wann er seinen Dienst tun soll.


Am Ende wird deutlich, dass Zahlen aus dem Alltag nicht wegzudenken sind. Auf humorvolle und kindgerechte Weise vermittelt das Stück, wie wichtig mathematisches Denken für das tägliche Leben ist. Entwickelt wurde das Theaterstück in Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover, empfohlen wird es von der Bayerischen Schulkommission.


Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit zwischen der Boy-Lornsen-Schule und dem Nimmerland Theater. Die Schauspielerin Miriam Bürger studierte das Musical über zehn Tage hinweg gemeinsam mit den Kindern in der Schule ein, bevor auf Sylt die Premiere stattfand. Ergänzend zur Aufführung stehen für Schulen kostenloses Arbeitsmaterial auf der Website des Theaters zur Verfügung. Ein gelungenes Beispiel dafür, wie Theater und Bildung sich sinnvoll verbinden lassen.