Sylt. Der Goldafter breitet sich weiterhin auf der Insel aus. Wie die Inselverwaltung Sylt und der Landschaftszweckverband Sylt mitteilen, wurden mittlerweile in allen fünf Inselgemeinden Gespinste und Raupen auf verschiedenen Laubgehölzen nachgewiesen. Das Auftreten des in Mitteleuropa heimischen Schmetterlings zeigt sich dabei regional unterschiedlich stark.

Besonders problematisch sind die Brennhaare der Raupen, die vor allem in den Frühjahrsmonaten verstärkt auftreten. Sie können bei Menschen und Tieren gesundheitliche Beschwerden wie Hautreizungen oder Atemwegsreaktionen auslösen. Die Inselverwaltung ruft deshalb zu besonderer Vorsicht und Abstand im Umgang mit den Raupen auf. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Gefundene Gespinste oder Raupen sollen derzeit nicht eigenständig entfernt werden. Neben dem erhöhten Gesundheitsrisiko spiele auch die fachgerechte Entsorgung eine wichtige Rolle. Stattdessen sollen Funde künftig über das digitale Meldeportal der Inselverwaltung gemeldet werden.

Die Verwaltung bereitet derzeit weitere Maßnahmen vor. In den vergangenen Tagen wurden bereits Mitarbeitende der Bauhöfe, Fachfirmen und Landschaftswarte im Umgang mit dem Goldafter geschult. Dabei ging es unter anderem um Arbeitsschutz und die fachgerechte Absaugung der Raupen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Zusätzlich ist eine Informationsveranstaltung für medizinisches Personal auf Sylt geplant. Ärzte, Apotheken und weitere Einrichtungen sollen über das aktuelle Vorkommen und mögliche gesundheitliche Folgen informiert werden.

Parallel stimmen sich die Inselverwaltung und die fünf Inselgemeinden über weitere Schutzmaßnahmen ab. Dazu gehören zusätzliche Hinweise in betroffenen Bereichen sowie die systematische Erfassung neuer Vorkommen. Ziel ist es, die Ausbreitung des Goldafters einzudämmen und Gesundheitsrisiken möglichst gering zu halten.

Weitere Informationen und Hinweise stellt die Inselverwaltung Sylt bereit.