Sylt. Seit mehr als 160 Jahren stehen die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) für Hilfe auf See – rund um die Uhr, bei jedem Wetter und oft unter schwierigsten Bedingungen. Unter dem Leitgedanken „Rausfahren – wenn andere reinkommen“ gehört die Organisation bis heute zu den wichtigsten Einrichtungen an den deutschen Küsten.
Wie anspruchsvoll und zugleich unverzichtbar diese Arbeit ist, zeigt ein Vortrag, der am Montag, 11. Mai, in Rantum sowie am Dienstag, 12. Mai, in Westerland stattfindet. Im Mittelpunkt stehen dabei die täglichen Herausforderungen der Seenotretter, die Organisation des Rettungswesens auf Nord- und Ostsee sowie die moderne Technik der Rettungseinheiten.
Die DGzRS wurde bereits 1865 gegründet und arbeitet bis heute unabhängig sowie ausschließlich spendenfinanziert. Entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste sind derzeit 60 Rettungseinheiten stationiert. Auch auf Sylt gehören die Seenotretter seit vielen Jahren fest zum Küstenbild – mit einem Rettungskreuzer in List und einem Rettungsboot in Hörnum.
Der Vortrag vermittelt Einblicke in Einsätze auf hoher See, berichtet über Gefahrenlagen und zeigt, wie eng Erfahrung, Technik und Teamarbeit bei Rettungsmissionen zusammenwirken. Darüber hinaus wird deutlich, welche Bedeutung die Seenotrettung gerade in einer von Schifffahrt, Wassersport und Tourismus geprägten Region wie Sylt besitzt.
Referent ist Bernd Goldenbaum, ehrenamtlicher Mitarbeiter der DGzRS auf Sylt. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit für Fragen und persönliche Gespräche.
Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Die Veranstaltung in Rantum findet im Kursaal am Strandweg 7 statt, die Westerländer Veranstaltung im CCS im Raum Nordsee auf der oberen Promenade. Der Eintritt ist mit Gästekarte frei.