Sylt. Seit mehr als vier Jahren tobt ein Krieg in der Ukraine, nur 1700 Kilometer von der Insel entfernt, der vor lauter anderen Tragödien in dieser Welt, manchmal in Vergessenheit zu geraten droht. Seit dieser Zeit hilft die Initiative „Freunde helfen! Konvoi“ mit riesigem persönlichem Einsatz, Geldspenden in Höhe von über 5,6 Mio. Euro und Tonnen von Sach- und Lebensmittelspenden das Leid in der Ukraine zu lindern.
Vanessa Holdysz, die für ihre unermüdliche, ehrenamtliche Arbeit kürzlich mit der Bundesverdienstmedaille ausgezeichnet wurde und den Sylter Lions Club besuchte, fuhr bereits selbst über 12 Mal mit dem Hilfskonvoi in die Ukraine. Sie überführte gespendete Feuerwehrfahrzeuge, kümmerte sich darum, dass hochwertige, ausrangierte Krankenhausbetten nicht entsorgt, sondern in die Kriegsgebiete gebracht wurden und hat mit Menschen vor Ort Kontakt, die über ihre Sorgen und Nöte berichten. Die Hilfsbereitschaft auf Sylt - und in ganz Schleswig-Holstein ist dabei enorm und nur dank kostenloser Lagermöglichkeiten an mehreren Standorten in Schleswig-Holstein und darüber hinaus, ist dieses Projekt überhaupt erst möglich. "Ohne die vielen Helfer und die ehrenamtlichen Fahrer, die nicht nur ihre Freizeit, sondern manches Mal auch ihr Leben aufs Spiel setzen, würde es den Konvoi gar nicht geben", so Holdysz.
Es fehle teils an den einfachsten Dingen, wie Verbandsmaterial, Pflegeprodukte, Rollstühle, Rollatoren oder schlichtweg Lebensmittel (beispielsweise lang haltbare Konserven). Vanessa Holdysz, brachte es auf den Punkt: "Wir befinden uns in einem unermüdlichen Marathon, unsere Hilfe wird jetzt und die kommenden Monaten dringend benötigt und teilweise sind wir in bestimmten Regionen die einzige Hilfe, die überhaupt dort ankommt".
Bereits im Vorfeld des Besuchs von Vanessa Holdysz hatten sich die Sylter Lions darauf geeinigt, 8.000 Euro für diesen unermüdlichen Einsatz zu spenden. Dringend benötigtes Geld, das gerade einmal ausreicht um zwei voll beladete 40-Tonner von Husum in die Ukraine und wieder zurück fahren zu lassen.
"Aber es sind immerhin zwei LKW mit Spenden, die uns nicht weh tun, dort aber eine unsägliche Not für einen Moment lindern können", so abschließend die Präsidentin des Sylter Lions Club, Simone Rechel.
Wer selbst auch spenden möchte, ist herzlich eingeladen, dies zu tun: www.freundehelfenkonvoi.de