Westerland. Ein Film, der berührt und neue Perspektiven eröffnet, feiert am 21. April 2026 um 19.45 Uhr seine Sylt-Premiere: Als wäre es leicht kommt erstmals auf die Leinwand der Insel – und bringt dabei eine ganz besondere Entstehungsgeschichte mit.
Im Mittelpunkt steht die außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen Kati und Florian. Sie ist gehörlos und entdeckt die Welt durch ihre Kamera, er ist blind und arbeitet als Stadionkommentator beim FC St. Pauli. Ihre Begegnung im Dialoghaus Hamburg wird zum Ausgangspunkt einer Beziehung, die sich jenseits klassischer Kommunikation entwickelt. Nähe entsteht ohne Worte, getragen von Vertrauen und dem Mut, sich aufeinander einzulassen.
Der Film setzt dabei auch in der Besetzung ein starkes Zeichen: Mit Cindy Klink und David Knors stehen erstmals in einer deutschen Spielfilmproduktion eine gehörlose und eine blinde Hauptdarstellerin beziehungsweise ein blinder Hauptdarsteller gemeinsam im Zentrum der Handlung. Die Inszenierung von Regisseur Milan Skrobanek erzählt sensibel von den Herausforderungen, aber auch von der besonderen Kraft dieser Verbindung.
Eine enge Verbindung zur Insel Sylt macht die Premiere zusätzlich besonders: An insgesamt sieben Drehtagen wurde der Film auch auf der Insel realisiert. Zahlreiche lokale Komparsen wirkten mit, unterstützt von großer Offenheit und Engagement vor Ort. Die Dreharbeiten brachten damit nicht nur eindrucksvolle Bilder hervor, sondern auch eine spürbare Nähe zur Region.
Bereits im Vorfeld sorgte die Produktion für Aufmerksamkeit: Das Drehbuch wurde 2023 für den Deutschen Drehbuchpreis nominiert, die Weltpremiere fand im Rahmen des Filmfest Hamburg im Jahr 2025 statt. Begleitet wurde das Projekt zudem durch Deaf-Supervisor und Gebärdendolmetscher, die eine authentische Umsetzung gewährleisteten.
Zum Auftakt der Sylt-Vorführungen ist Produzent Ole Hellwig vor Ort und steht im Anschluss an die Premiere für ein Filmgespräch zur Verfügung. Damit wird der Abend nicht nur zu einem Kinoerlebnis, sondern auch zu einer Gelegenheit, mehr über die Entstehung dieses besonderen Films zu erfahren.
Mit seiner einfühlsamen Erzählweise und dem ungewöhnlichen Blick auf zwischenmenschliche Nähe lädt „Als wäre es leicht“ dazu ein, vertraute Vorstellungen von Kommunikation und Beziehung neu zu entdecken – ein Film, der lange nachwirkt.