Rantum/Sylt. Wohin mit Dingen, die noch gut sind, aber nicht mehr gebraucht werden? Genau dieser Frage widmet sich das Netzwerk „LEBENSWERT Sylt“ mit einer neuen Veranstaltungsreihe – und startet am 25. April mit einem besonderen Auftakt: dem Last Chance-Flohmarkt auf dem Betriebshof von REMONDIS Sylt.

Zwischen 11 und 16 Uhr bekommen ausrangierte Gegenstände eine zweite Chance. Ob Möbel, Elektrogeräte, Bücher oder Alltagsgegenstände – vieles, was andernfalls entsorgt würde, kann hier weitergegeben und neu genutzt werden. Der Gedanke dahinter: Ressourcen möglichst lange im Kreislauf halten und Müll vermeiden.

Gerade auf einer Insel mit begrenzten Ressourcen gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. „Korrektes Recycling und bewusster Konsum sind auf Sylt besonders wichtig“, erklärt Maximilian Owen von der Sylt Marketing Gesellschaft, der das Projekt begleitet.

Der Flohmarkt ist dabei mehr als nur ein Ort zum Stöbern. Besucher erhalten auch Einblicke in die Arbeit von REMONDIS Sylt. Bei Kurzführungen wird gezeigt, wie Abfallwirtschaft auf der Insel funktioniert und welche Herausforderungen damit verbunden sind. Zudem gibt es Mitfahrten im modernen E-Abfallsammelfahrzeug.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Upcycling. Vor Ort zeigen Experten, wie aus alten Materialien mit wenigen Handgriffen neue Produkte entstehen können. Ergänzt wird das Angebot durch einen „Games Corner“, in dem spielerisch Wissen rund um Müll und Recycling vermittelt wird.

Wer selbst gut erhaltene Gegenstände weitergeben möchte, kann diese im Vorfeld zwischen dem 17. und 24. April direkt bei REMONDIS Sylt abgeben. Auch private Anbieter können sich mit einem eigenen Stand beteiligen. Die Standgebühr beträgt 10 Euro und wird vollständig gespendet.

Der Last Chance-Flohmarkt ist Teil der Initiative „LEBENSWERT Sylt“, die seit 2022 verschiedene Akteure aus Tourismus, Gastronomie, Handel und Bildung vereint. Ziel ist es, die Insel nachhaltiger zu gestalten und das Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen zu stärken.

Mit dem Aktionstag soll deutlich werden: Müllvermeidung beginnt im Alltag – und kann nicht nur sinnvoll, sondern auch inspirierend und gemeinschaftlich sein.