Sylt. Wer war Jesus Christus – und was lässt sich heute noch über sein Leben an den originalen Schauplätzen nachvollziehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Sylter Bibelforscher Alexander Schick seit Jahrzehnten. Am Karfreitag, 3. April 2026, lädt er zu einer besonderen Reisereportage ein, die die Ostergeschichte aus neuer Perspektive beleuchtet.

Nur zwei Tage vor Ausbruch des Irankrieges kehrte Schick von einem dreiwöchigen Studienaufenthalt in Jerusalem zurück. Seine aktuellen Eindrücke und Forschungsergebnisse fließen nun in einen Vortrag ein, der die Zuhörer auf eine eindrucksvolle Reise durch das Heilige Land mitnimmt. Rund 200 Bilder begleiten die Stationen seines Berichts.

Die Spurensuche beginnt an der Taufstelle am Toten Meer und führt weiter zum See Genezareth, dem zentralen Wirkungsort Jesu. Dort richtet sich der Blick auch auf Magdala, wo archäologische Funde neue Einblicke in die Zeit Jesu ermöglichen. In Jerusalem stehen unter anderem Ausgrabungen am Tempelberg, der Garten Gethsemane sowie die historische Einordnung der Via Dolorosa im Mittelpunkt.

Neben den geografischen Stationen widmet sich der Vortrag auch zentralen Fragen der Forschung. Neue archäologische Entdeckungen – darunter der Sarg des Hohepriesters Kaiphas sowie eine Inschrift des römischen Statthalters Pontius Pilatus – liefern zusätzliche Hinweise zur historischen Einordnung der Evangelienberichte. Auch die Frage nach dem Prozess Jesu wird vor diesem Hintergrund neu betrachtet. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der großen Jesajarolle aus Qumran. Schick zeigt Aufnahmen seiner Studienarbeit und erläutert, welche Bedeutung dieser Fund bis heute für moderne Bibelübersetzungen hat. Als Mit-Herausgeber der Elberfelder Bibel gehört er zu den ausgewiesenen Kennern der biblischen Textüberlieferung.

Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr im Raum Nordsee auf der oberen Kurpromenade in Westerland. Bereits im November plant Schick eine weitere Studienreise durch das Heilige Land.