Sylt. Die Sylter Wirtschaftsverbände haben am 3. März 2026 eine Stellungnahme zum Entwurf der Neuaufstellung des Bebauungsplans 28 vorgelegt und zentrale Punkte der Planung kritisch bewertet.
Stellungnahme der Sylter Wirtschaftsverbände zum Download: hier klicken
Im Mittelpunkt steht die Datengrundlage. Nach eigener Vor-Ort-Analyse im Plangebiet seien rund 104 Nutzungseinheiten erfasst worden, darunter etwa 52 Ferienwohnungen. Das entspreche einem Anteil von rund 50 Prozent . Offiziell genehmigt seien nach Angaben der Verwaltung jedoch lediglich fünf Ferienwohnungen. Zudem kämen die Verbände zu dem Ergebnis, dass bei Umsetzung des aktuellen Entwurfs rund 42 Prozent der bestehenden Ferienwohnungen künftig nicht mehr genehmigungsfähig wären .
Kritisch gesehen wird auch die geplante Dauerwohnraumauflage, nach der etwa 50 Prozent der Wohnfläche pro Grundstück dem Dauerwohnen vorbehalten sein sollen. Dieses Instrument werde in Westerland seit Jahrzehnten angewendet, ohne dass dadurch ausreichend bezahlbarer Wohnraum entstanden sei .
Angesichts der hohen Bedeutung des Tourismus für Sylt warnen die Wirtschaftsverbände vor wirtschaftlichen Folgen durch eine mögliche Reduzierung von Ferienwohnungen. Abschließend wird eine transparente Überprüfung der Datengrundlage sowie ein Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft gefordert.