Hörnum. Im Bereich des Bebauungsplans 20 zwischen Budersandstraße und Steintal nimmt ein seit Jahren diskutiertes Wohnbauprojekt konkrete Formen an. Der Bebauungsplan steht kurz vor der Entwurfsreife und soll die planungsrechtliche Grundlage für neuen Dauerwohnraum in zentraler Ortslage schaffen.


Vorgesehen ist ein kommunales Wohnprojekt, das sich an unterschiedliche Haushaltsgrößen richtet – von Familien über Paare bis hin zu Einzelpersonen. Gespräche mit dem Kommunalen Liegenschafts-Management (KLM) haben bereits stattgefunden. Ob die Gemeinde selbst als Bauherr auftritt oder die Umsetzung durch das KLM erfolgt, soll zeitnah in der Gemeindevertretung entschieden werden.


Das Grundstück gilt als besonders geeignet, da es sich im Eigentum der Gemeinde befindet und seit Jahren grundsätzlich bebaubar ist. Bislang fehlte lediglich ein entsprechender Bebauungsplan. Durch den Bau auf gemeindeeigenem Grund könnten zusätzliche Grundstückskosten vermieden werden, was sich langfristig positiv auf die Mietkalkulation auswirken würde. Ziel ist die Schaffung dauerhaft gesicherten Wohnraums ohne befristete Belegungsrechte oder spekulative Weiterveräußerungen.


Als Alternative stehen in Hörnum nur wenige geeignete Flächen zur Verfügung. Ein Erwerb privater Grundstücke würde die Projektkosten deutlich erhöhen und damit auch die späteren Mieten beeinflussen.


Mit Blick auf mögliche künftige Großprojekte, etwa im Hafenbereich oder auf dem Schulgrundstück, wird zudem die Erwartung formuliert, dass Investoren ausreichend Personalwohnraum schaffen, um zusätzliche Belastungen für den örtlichen Wohnungsmarkt zu vermeiden.


Die CDU Hörnum bewertet die aktuellen Fortschritte positiv und sieht in der Entwicklung des B-Plans 20 einen wichtigen Schritt zur Sicherung langfristig bezahlbaren Wohnraums im Ort. Der stellvertretende Bauausschussvorsitzende Ingo Dehn (CDU) erklärt: „Oft war es in der Vergangenheit kompliziert, aber jetzt sind wir auf einem guten Weg, hier etwas für Hörnum zu schaffen.“