Sylt/Kampen. Seit Sonnabend, 14. Februar 2026, 9 Uhr, läuft in Kampen die angekündigte kontrollierte Verbrennung von Schnittgut der Kartoffelrose, auf Sylt auch Syltrose genannt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Sonntag, 15. Februar, andauern. Standort ist der Parkplatz an der Listerstraße neben Buhne 16. Die Maßnahme erfolgt unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr Kampen.


Die dabei entstehenden Rauchschwaden sind derzeit kilometerweit zu sehen und prägen das Bild über dem nördlichen Inselbereich deutlich. Je nach Windrichtung zieht der Rauch über weite Teile der Umgebung. Eine Gefährdung bestehe nach Angaben der Verantwortlichen nicht, dennoch kann es örtlich zu Geruchsbelästigungen kommen.


Die Kartoffelrose (Rosa rugosa) ist keine ursprünglich heimische Art und hat sich auf Sylt in den vergangenen Jahrzehnten deutlich ausgebreitet. In einigen Dünen- und Heidebereichen bildet sie dichte Bestände, wodurch andere Pflanzenarten weniger Raum finden. Um die Entwicklung in diesen sensiblen Landschaftsräumen zu steuern, werden seit Jahren Pflegemaßnahmen durchgeführt. Das nun verbrannte Material stammt aus diesen Arbeiten.


Die Aktion steht zudem im Zusammenhang mit der aktuellen Diskussion um die Verwendung der Syltrose bei den traditionellen Biikefeuern. In diesem Jahr bleibt die Pflanze von den Biikeplätzen ausgeschlossen. Hintergrund sind mögliche gesundheitliche Risiken durch die Goldafter-Raupe (Euproctis chrysorrhoea).


Die Raupen des Goldafters besitzen feine Brennhaare, die bei Kontakt Hautreizungen auslösen können. Möglich sind juckende Ausschläge oder Rötungen, in Einzelfällen auch Reizungen der Atemwege. Da solche Haare auch an Pflanzen haften können, wird beim Umgang mit entsprechendem Schnittgut vorsorglich umsichtig vorgegangen.