Sylt. An der Friedhofsgärtnerei am Friedhof Westerland ist am Montagvormittag ein Feuer ausgebrochen. In der Munkmarscher Straße stehen derzeit mehrere Garagen sowie angrenzende Gebäudeteile in Flammen. Die Feuerwehr ist mit einem größeren Aufgebot im Einsatz. Der Alarm bei der Rettungsleitstelle Nord ging um 9.14 Uhr ein.


Nach bisherigen Erkenntnissen befinden sich in dem betroffenen Bereich auch Gasflaschen. Diese stellen eine zusätzliche Gefahr dar und erschweren die Löscharbeiten. Wegen der starken Rauch- und Brandgasentwicklung wurde eine öffentliche Gefahreninformation herausgegeben, die unter anderem über die Warn-App NINA verbreitet wird.


Die Bevölkerung wird aufgefordert, den Bereich rund um den Friedhof Westerland weiträumig zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Durch den anhaltenden Ostwind zieht dichter Qualm derzeit in Richtung Westerländer Ortskern. Einsatzkräfte überwachen die Lage fortlaufend.


Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind vor Ort. Vorrang hat aktuell die Eindämmung des Brandes sowie die Sicherung des betroffenen Gebäudes und der gelagerten Gefahrstoffe. Ob es Verletzte gibt, ist derzeit noch unklar. Auch zur Brandursache und zum entstandenen Schaden liegen bislang keine Informationen vor.


### Update: ###
Nach aktuellen Angaben der Polizei handelt es sich bei dem Brand um eine Lagerhalle in der Munkmarscher Straße. Die rund 120 Quadratmeter große Halle stand beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in voller Ausdehnung in Flammen. Durch das Feuer wurden fünf Garagensegmente vollständig zerstört.


In der betroffenen Halle befanden sich mehrere Gasflaschen, ein Dieseltank, ein Pkw (Pickup) sowie zwei Elektrofahrzeuge. Die Fahrzeuge wurden durch den Brand zumindest teilweise beschädigt. Aufgrund der starken Rauchentwicklung mussten mehrere benachbarte Wohnungen vorsorglich evakuiert werden. Zudem wurde der gesamte Straßenzug während der Löscharbeiten zeitweise stromlos geschaltet.


Nach derzeitigen Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf etwa 150.000 bis 200.000 Euro. Zwei Personen wurden mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nach bisherigen Erkenntnissen nicht.


Die Brandursache ist weiterhin unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Einsatzkräfte überwachen die Lage weiterhin fortlaufend.