Sylt. In der Heidelandschaft rund um Kampen ist in den vergangenen Wochen umfangreich englischer Ginster geschnitten und gesammelt worden. Das Schnittgut wurde nun offenbar kontrolliert verbrannt. Hintergrund der Maßnahme dürfte der Verdacht sein, dass sich in den dichten Sträuchern Larven des Goldafters befanden.


Der englische Ginster ist eine nicht heimische Pflanze, die einst vom britischen Militär auf die Insel gebracht wurde. Mit seinen auffälligen gelben Blüten prägt er vielerorts das Landschaftsbild, gilt jedoch als problematisch. Die Pflanze ist leicht giftig, breitet sich stark aus und verdrängt heimische Arten in der empfindlichen Heidelandschaft.


Seit Jahren steht der Ginster deshalb in der Kritik von Naturschützern. Ziel ist es, die invasive Pflanze schrittweise zurückzudrängen und die ursprüngliche Vegetation der Insel zu schützen. Die aktuellen Arbeiten werden als erster konkreter Schritt in diese Richtung gewertet.


Am Wochenende kam es in diesem Zusammenhang zu einem Einsatz der Feuerwehr Kampen. Am Ortsausgang von Kampen in Richtung List wurde auf dem Parkplatz vor der Buhne 16, genauer auf dem reservierten Parkplatz, das zuvor gesammelte Ginster-Material kontrolliert verbrannt.


Die Maßnahme diente nicht nur der Entsorgung des Schnittguts, sondern auch der Vorbeugung. Die Raupen des Goldafters sind für ihre gesundheitsschädlichen Brennhaare bekannt und stellen insbesondere für Spaziergänger und Anwohner ein Risiko dar.


Ob der Rückschnitt des Ginsters dauerhaft fortgesetzt wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch: Der Eingriff markiert einen sichtbaren Anfang im Bemühen, die Heidelandschaft langfristig zu erhalten und mögliche Gefahren für Mensch und Natur zu reduzieren.