Sylt. Die Heimat bleibt im Herzen, auch wenn man längst nicht mehr auf der Insel lebt. Gerade für ältere Menschen, die Sylt aus gesundheitlichen Gründen verlassen mussten und heute in Pflegeheimen auf dem Festland wohnen, kann ein Besuch aus der alten Heimat viel bedeuten. Deshalb wird auf Sylt auch in diesem Jahr eine besondere Weihnachtstradition fortgesetzt. Damit möglichst viele ehemalige Sylter erreicht werden, bitten die Organisatoren jetzt um Unterstützung aus der Bevölkerung.
Seit vielen Jahren besuchen Kay Abeling vom Ortsbeirat und Eberhard Eberle in der Vorweihnachtszeit ehemalige Inselbewohner in Pflegeeinrichtungen auf dem Festland. Mit dabei sind kleine Weihnachtspräsente der Gemeinde Sylt, vor allem aber Zeit für persönliche Gespräche, gemeinsame Erinnerungen und einen Schnack über das Inselleben.
Die Tradition reicht bereits viele Jahre zurück. Vor ihnen hatten sich unter anderem Anke Johannsen, Gerda Wimmer und Rosemarie Maczik für diese Weihnachtsbesuche engagiert.
Wo leben die ehemaligen Sylter heute?
Eine besondere Herausforderung ist inzwischen die Suche nach den Menschen, die mit einem Weihnachtsbesuch überrascht werden sollen.
Aufgrund der geltenden Datenschutzbestimmungen lässt sich häufig nicht mehr ohne Weiteres herausfinden, in welchen Pflegeeinrichtungen frühere Inselbewohner heute leben.
Deshalb hoffen die Initiatoren gemeinsam mit dem Seniorenbeirat und dem Sozialausschuss auf Hinweise von Angehörigen, Freunden und Nachbarn.
Gesucht werden Informationen über ehemalige Sylterinnen und Sylter, die inzwischen in einem Pflegeheim auf dem Festland leben und sich über einen Besuch aus ihrer früheren Heimat freuen würden.
Der Aufruf richtet sich ausdrücklich an Menschen von der gesamten Insel Sylt.
Weihnachtsbesuche sollen ausgeweitet werden
Bislang führten die Besuche vor allem in Pflegeeinrichtungen in Klanxbüll und Niebüll.
Künftig möchten die Organisatoren nach Möglichkeit auch ehemalige Sylter in Leck, Bredstedt und weiteren Orten auf dem nahe gelegenen Festland besuchen.
Damit das gelingt, sind sie auf die Mithilfe der Menschen angewiesen, die noch Kontakt zu früheren Inselbewohnern haben oder wissen, wo diese heute leben.
Denn oft sind es gerade die persönlichen Verbindungen, durch die solche Besuche überhaupt möglich werden.
Hinweise bis zum 20. November erbeten
Wer einen ehemaligen Sylter kennt, der heute in einer Pflegeeinrichtung auf dem Festland lebt, kann sich bei den Organisatoren melden.
Rückmeldungen werden bevorzugt per E-Mail an angelika@nicken.de entgegengenommen.
Telefonisch sind folgende Ansprechpartnerinnen erreichbar:
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Angelika Nicken: 04651 27712
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Ute Lindemann: 0175 2146248
Beide sind täglich von 10 bis 18 Uhr erreichbar.
Hinweise werden bis einschließlich Freitag, 20. November 2026, erbeten. Angehörige und Freunde sollten die Weitergabe persönlicher Angaben möglichst vorher mit den Betroffenen abstimmen.
Ein Weihnachtsgruß, der von Herzen kommt
Hinter der Aktion steckt weit mehr als die Übergabe eines kleinen Geschenks. Es geht um Erinnerungen, um persönliche Begegnungen und darum, auch über die Entfernung hinweg miteinander verbunden zu bleiben.
Für Menschen, die viele Jahre ihres Lebens auf Sylt verbracht haben, können Geschichten aus der Heimat, vertraute Namen und ein gemeinsamer Schnack besonders wertvoll sein.
Mit den Weihnachtsbesuchen möchten die Beteiligten deshalb ein Zeichen setzen, das weit über die Adventszeit hinausreicht:
Wer Sylt verlassen musste, soll wissen: Ihr seid nicht vergessen. Ihr gehört weiterhin zu unserer Inselgemeinschaft.