Sylt. Wenn am Samstag, 31. Oktober 2026, die Dunkelheit über die Insel hereinbricht, wird es unheimlich. Skelette lauern hinter Gartenzäunen, Spinnweben hängen in Hauseingängen und leuchtende Kürbisfratzen grinsen aus den Fenstern. Plötzlich raschelt es im Gebüsch, ein gespenstisches Kichern ertönt und schon stehen kleine Hexen, Vampire und Gespenster vor der Haustür. Mit einem lautstarken „Süßes oder Saures!“ fordern sie ihren süßen Tribut. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Doch hinter dem schaurig-schönen Vergnügen steckt eine jahrhundertealte Geschichte. Die Wurzeln von Halloween reichen unter anderem bis zum keltischen Fest Samhain zurück, mit dem einst das Ende des Sommers und der Beginn der dunklen Jahreszeit gefeiert wurden. Der Überlieferung nach war in dieser Nacht die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Toten besonders durchlässig. Furchteinflößende Masken und Verkleidungen sollten böse Geister fernhalten.

Auch die leuchtenden Kürbisgesichter haben ihren Ursprung in alten Bräuchen. Die sogenannten Jack O’Lanterns gehen auf irische Überlieferungen zurück. Ursprünglich wurden Rüben ausgehöhlt, später setzte sich in Amerika der Kürbis durch.

Längst ist Halloween auch auf Sylt angekommen. Mit viel Fantasie verwandeln sich Vorgärten in kleine Spuklandschaften, während sich die jüngsten Inselbewohner auf ihre große Geisterrunde vorbereiten. Hexenhüte werden zurechtgerückt, Vampirzähne eingesetzt und Süßigkeitentaschen bereitgelegt.

Wer beim Klingeln für ein Schmunzeln sorgen möchte, versucht es mit einem lustigen Geisterspruch:

„Wir sind die kleinen Geister und wir fressen gerne Kleister; wollt ihr uns nichts geben, bleiben wir hier kleben.“

Auch Erwachsene feiern mit gruseligen Kostümen, schaurigen Filmabenden und Halloweenpartys. Schließlich geht es bei allem Spuk vor allem um Spaß, Fantasie und gemeinsames Vergnügen.

Also, liebe Sylter: Kürbisse raus, Süßigkeitenschalen füllen und das Licht an der Haustür einschalten! Denn am Halloweenabend sind die kleinen Geister unterwegs – und die haben mächtig Appetit auf Süßes!