Wenningstedt. Es ist eine Nachricht, auf die die Verantwortlichen der Norddörferschule lange hingearbeitet haben: Bis zu 5,11 Millionen Euro Fördermittel stehen für die geplante Modernisierung und Erweiterung des Schulstandorts in Wenningstedt zur Verfügung. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) hat dem Schulverband Norddörfer einen entsprechenden Zuwendungsbescheid erteilt. Damit erhält eines der wichtigsten Schulbauvorhaben im Inselnorden eine entscheidende finanzielle Grundlage.

Die Förderzusage über exakt 5.110.274,60 Euro ging während der Herbstferien im Oktober 2026 ein. Das Geld stammt aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau (Ganztagsprogramm II) des Bundes und des Landes Schleswig-Holstein. Ziel des Programms ist es, den Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote für Kinder im Grundschulalter zu unterstützen.

Für die Norddörferschule bedeutet das einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem zeitgemäßen Schulgebäude, das sowohl den pädagogischen Anforderungen als auch dem wachsenden Bedarf an Ganztagsbetreuung gerecht werden soll. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Bestehende Schule umbauen und durch Neubau erweitern

Die geplante Baumaßnahme umfasst zwei wesentliche Bereiche: den Umbau des vorhandenen Schulgebäudes und einen Erweiterungsneubau, der sowohl für die Schule als auch für die Offene Ganztagsschule (OGS) vorgesehen ist.

Dabei geht es nicht allein um zusätzliche Räume. Vielmehr soll der Schulstandort so weiterentwickelt werden, dass moderne Unterrichtsformen und ganztägige Betreuungsangebote künftig besser miteinander verbunden werden können.

Am Anfang der Überlegungen standen Fragen zur energetischen Sanierung des bestehenden Gebäudes. Daraus entwickelte sich jedoch ein umfassenderer Blick auf die Zukunft der Schule.

Im Rahmen der sogenannten Leistungsphase Null erarbeitete das Kollegium ein pädagogisches Konzept. Darin wurde zunächst festgelegt, welche Anforderungen der Schulalltag an die räumliche Gestaltung stellt.

Dieses Konzept wird nun in ein konkretes Raumprogramm überführt, das als Grundlage für die weitere Planung dient.

Förderantrag wurde kurzfristig auf den Weg gebracht

Dass die Fördermittel nun bewilligt wurden, ist auch das Ergebnis einer zügigen Antragstellung.

Nachdem die Investitionsbank Schleswig-Holstein die Antragsfrist für das Ganztagsprogramm II bis zum 31. Dezember 2025 verlängert hatte, beauftragte der Schulverband Norddörfer das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) im November 2025 mit der kurzfristigen Vorbereitung des Förderantrags.

Knapp ein Jahr später liegt nun der positive Bescheid vor. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Kai Müller, Schulverbandsvorsteher und Bürgermeister von Wenningstedt-Braderup, sieht darin einen Erfolg der gemeinsamen Arbeit.

„Das pädagogische Konzept, das vom Kollegium im Rahmen der Machbarkeitsstudie mit viel Einsatz erarbeitet wurde, bildet die Grundlage für die weitere Entwicklung der Schule“, erklärt Müller.

Besonders hebt er die Zusammenarbeit der drei Gemeinden List, Kampen und Wenningstedt-Braderup, des Kollegiums, des KLM und der Verwaltung hervor. Alle Beteiligten würden gemeinsam daran arbeiten, gute Bedingungen für die Kinder und eine zukunftsfähige Norddörferschule zu schaffen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Schulleiterin: Pädagogische Vorstellungen werden zu Räumen

Auch für Schulleiterin Bianca Rehage ist die Förderzusage von großer Bedeutung. Sie erinnert daran, dass die ursprünglichen Überlegungen zur energetischen Sanierung den Anstoß für eine weitergehende Entwicklung gegeben hätten. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

„Die Aufforderung zur energetischen Sanierung hat uns damals verdeutlicht, dass wir uns nicht nur pädagogisch, sondern auch räumlich weiterentwickeln müssen“, sagt Rehage.

Nun bestehe die Chance, die pädagogischen Vorstellungen des Kollegiums in konkrete Räumlichkeiten zu übersetzen und parallel zum laufenden Schulalltag eine gegenwarts- und zukunftsfähige Schule zu schaffen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Damit soll die Modernisierung nicht nur den baulichen Zustand verbessern, sondern auch den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals Rechnung tragen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Offizielle Planungsphase kann beginnen

Mit dem Förderbescheid kann das Vorhaben nun in die nächste Phase gehen.

Sonja Beckmann-Visser vom Kommunalen Liegenschafts-Management betont, dass die Förderung ohne die Initiative von Bianca Rehage und Kai Müller sowie die Zusammenarbeit aller Beteiligten nicht möglich gewesen wäre.

„Der Zuschuss leistet einen wichtigen Beitrag zu den Gesamtkosten des Vorhabens und wir können jetzt in die offizielle Planungsphase einsteigen, um die konkrete Planung für den Umbau des Bestandsgebäudes und den Erweiterungsneubau zügig voranzubringen“, erklärt sie.

Die Förderzusage bedeutet allerdings noch nicht, dass die Bauarbeiten unmittelbar beginnen. Zunächst müssen die weiteren Planungen für die Modernisierung und Erweiterung konkretisiert werden. Ein Baubeginn oder Fertigstellungstermin wird in der Mitteilung noch nicht genannt.

Auch die endgültigen Gesamtkosten des Vorhabens sind darin nicht beziffert.

Fest steht jedoch: Die bewilligten bis zu 5,11 Millionen Euro können einen erheblichen Teil der Finanzierung abdecken und damit die Haushalte der beteiligten Gemeinden entlasten.

Für die Norddörferschule und die Familien im Inselnorden ist die Förderzusage damit ein bedeutender Schritt. Aus den bisherigen pädagogischen und baulichen Überlegungen kann nun eine konkrete Planung für die Schule der kommenden Jahre werden.