Sylt. Wer einen Brief verschickt, muss ab dem kommenden Jahr voraussichtlich tiefer in die Tasche greifen. Die Deutsche Post plant zum 1. Januar 2027 eine deutliche Portoerhöhung. Ein Standardbrief soll dann 1,15 Euro statt bisher 95 Cent kosten. Das entspricht einem Aufschlag von 20 Cent beziehungsweise gut 21 Prozent.
Auch für Sylter Haushalte, Vereine und Unternehmen, die regelmäßig Briefe verschicken, könnten sich damit die Portokosten erhöhen. Noch steht die endgültige Genehmigung durch die Bundesnetzagentur allerdings aus.
Auch Kompakt- und Auslandsbriefe werden teurer
Die geplante Anpassung betrifft nicht nur den klassischen Standardbrief. Für einen Kompaktbrief sollen künftig 1,25 Euro fällig werden. Das sind 15 Cent mehr als bisher.
Ein Standardbrief ins Ausland soll ab Januar 1,45 Euro kosten.
Als Gründe für die Preiserhöhung nennt die Deutsche Post unter anderem die seit Jahren sinkenden Briefmengen sowie gestiegene Kosten für Personal, Energie und Sachmittel.
Bundesnetzagentur muss noch zustimmen
Die Bundesnetzagentur hat für die geplante Anpassung einen allgemeinen Preiserhöhungsspielraum von 20,35 Prozent eingeräumt. Die endgültigen Preise müssen jedoch noch genehmigt werden.
Sollten die neuen Tarife wie angekündigt in Kraft treten, wird das Versenden von Briefen für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen und Vereine auf Sylt spürbar teurer.