Sylt. Der Herbst ist auf Sylt angekommen – und mit ihm beginnt auch wieder die Zeit der Erkältungen und Grippeinfektionen. Gerade auf einer Insel, auf der viele Menschen im Tourismus, in der Gastronomie, im Einzelhandel oder in der Pflege täglich engen Kontakt zu anderen haben, ist der Schutz vor ansteckenden Erkrankungen ein wichtiges Thema. Zum Start der Grippesaison 2026/2027 rufen Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken und die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) dazu auf, den eigenen Impfstatus überprüfen zu lassen und empfohlene Schutzimpfungen wahrzunehmen.

Für die Sylter Bevölkerung bedeutet das: Wer sich gegen Influenza schützen möchte, sollte sich jetzt mit seiner Hausarztpraxis oder einer anderen impfenden Einrichtung in Verbindung setzen. Besonders für ältere Menschen und Personen mit bestimmten Vorerkrankungen kann eine Grippeimpfung wichtig sein. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Grippe ist mehr als eine gewöhnliche Erkältung

Gründliches Händewaschen gehört zu den einfachsten Maßnahmen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen. Gerade während der Grippesaison kann regelmäßige Handhygiene dazu beitragen, die Verbreitung von Krankheitserregern zu verringern.Vollständig KI-generiertFoto: Kristina
Gründliches Händewaschen gehört zu den einfachsten Maßnahmen, um sich und andere vor Infektionen zu schützen. Gerade während der Grippesaison kann regelmäßige Handhygiene dazu beitragen, die Verbreitung von Krankheitserregern zu verringern.

Husten, Schnupfen und Halsschmerzen gehören für viele Menschen zur kalten Jahreszeit. Doch eine echte Influenza ist nicht mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen.

Während ein grippaler Infekt häufig vergleichsweise mild verläuft, kann eine Influenza mit plötzlich einsetzendem Fieber, starken Kopf- und Gliederschmerzen sowie ausgeprägter Erschöpfung einhergehen. In manchen Fällen drohen schwere Komplikationen, darunter auch Herzmuskelentzündungen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Besonders gefährdet sind Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen, ältere Personen und weitere Risikogruppen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

„Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen des Gesundheitsschutzes. Nutzen Sie die Impfangebote und kommen Sie gut durch die Grippesaison“, betont Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken.

Die Ministerin ließ sich am Donnerstag, 8. Oktober 2026, gemeinsam mit der KVSH-Vorstandsvorsitzenden Dr. Bettina Schultz in einer Kieler Hausarztpraxis gegen Influenza impfen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Wer auf Sylt besonders an eine Impfung denken sollte

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die jährliche Grippeschutzimpfung insbesondere für Menschen ab 60 Jahren. Auch Schwangeren ab dem vierten Schwangerschaftsmonat wird die Impfung empfohlen; bei bestimmten gesundheitlichen Risiken kann sie bereits früher angezeigt sein.

Darüber hinaus richtet sich die Empfehlung an Kinder ab sechs Monaten, Jugendliche und Erwachsene mit bestimmten Grunderkrankungen, an Bewohner von Pflegeeinrichtungen sowie an medizinisches Personal und Menschen mit erhöhtem beruflichem Infektionsrisiko.

Auch Personen, die engen Kontakt zu besonders gefährdeten Menschen haben, sollten ihren Impfschutz überprüfen lassen.

Auf Sylt betrifft das beispielsweise Beschäftigte in der medizinischen Versorgung und Pflege sowie Menschen, die regelmäßig Angehörige mit erhöhtem gesundheitlichem Risiko betreuen. Ob eine Impfung auch aus beruflichen Gründen empfohlen wird, sollte individuell geklärt werden.

Grundsätzlich können sich auch Menschen impfen lassen, die keiner ausdrücklich genannten Risikogruppe angehören.

Jetzt Termin in der Arztpraxis vereinbaren

Der empfohlene Zeitraum für die Grippeschutzimpfung liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember. Wer sich frühzeitig darum kümmert, kann seinen Impfschutz möglichst vor der stärkeren Ausbreitung der Influenza aufbauen.

Denn unmittelbar nach der Impfung besteht noch kein vollständiger Schutz. Der Körper benötigt ungefähr zehn bis 14 Tage, um eine ausreichende Immunantwort zu entwickeln.

Für Sylter, die eine Impfung planen, ist deshalb jetzt ein guter Zeitpunkt, in ihrer Hausarztpraxis nachzufragen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Neben Hausärzten können je nach Alter und persönlicher Situation auch kinder- und jugendärztliche oder gynäkologische Praxen eine Grippeimpfung anbieten. Darüber hinaus kommen weitere entsprechend zugelassene Impfstellen infrage. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Welche Praxis auf Sylt aktuell Impfstoff vorrätig hat und kurzfristig Termine anbietet, geht aus der Mitteilung der KVSH allerdings nicht hervor. Eine vorherige telefonische Nachfrage ist deshalb sinnvoll.

Warum die Grippeimpfung jedes Jahr erneuert werden sollte

Besonders für ältere Menschen kann eine Grippeinfektion schwerwiegende Folgen haben. Die Ständige Impfkommission empfiehlt deshalb allen Menschen ab 60 Jahren eine jährliche Grippeschutzimpfung. Auch Sylter Senioren sollten ihren Impfschutz rechtzeitig überprüfen lassen.Foto: New Africa
Besonders für ältere Menschen kann eine Grippeinfektion schwerwiegende Folgen haben. Die Ständige Impfkommission empfiehlt deshalb allen Menschen ab 60 Jahren eine jährliche Grippeschutzimpfung. Auch Sylter Senioren sollten ihren Impfschutz rechtzeitig überprüfen lassen.

Wer bereits im vergangenen Winter gegen Grippe geimpft wurde, sollte nicht davon ausgehen, dass dieser Schutz für die neue Saison ausreicht.

Die zirkulierenden Influenzaviren verändern sich fortlaufend. Deshalb wird die Zusammensetzung der Impfstoffe jährlich angepasst. Außerdem nimmt der Impfschutz im Laufe der Monate ab.

Die KVSH weist darauf hin, dass eine ärztliche Beratung gerade für Menschen mit Vorerkrankungen wichtig ist. Dabei können auch andere möglicherweise fehlende Schutzimpfungen angesprochen werden. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

„Eine Impfung ist mehr als nur ein kurzer Pieks“, erklärt KVSH-Vorstandsvorsitzende Bettina Schultz. Ärztinnen und Ärzte könnten die gesundheitliche Vorgeschichte ihrer Patienten berücksichtigen und mögliche Risiken individuell einschätzen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Impfquote in Schleswig-Holstein rückläufig

Wie wichtig die Aufklärung bleibt, zeigen die jüngsten Zahlen des Robert Koch-Instituts. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

In Schleswig-Holstein ließen sich in der Grippesaison 2024/2025 42,9 Prozent der Menschen ab 60 Jahren gegen Influenza impfen. Damit lag das Land zwar über dem bundesweiten Durchschnitt von 34,5 Prozent, blieb aber unter dem eigenen Vorjahreswert von 47,3 Prozent.

Auch die Zahl der in schleswig-holsteinischen Arztpraxen gegen Grippe geimpften gesetzlich Versicherten ging zurück: von 471.710 in der Saison 2023/2024 auf 428.968 in der Saison 2024/2025. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Eigene Impfquoten für Sylt werden in der Mitteilung nicht genannt.

Für die Inselbewohner bleibt die Botschaft dennoch klar: Wer zur empfohlenen Zielgruppe gehört oder Fragen zum persönlichen Grippeschutz hat, sollte das Gespräch mit seiner Arztpraxis suchen – möglichst bevor die Grippesaison ihren Höhepunkt erreicht. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.