Sylt. Warum dauerte der Stromausfall in Teilen von Westerland und Tinnum in der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 2026 so lange? Diese Frage hat nach der Störung zahlreiche Betroffene beschäftigt. Nun hat die Energieversorgung Sylt (EVS) in einer ausführlichen Stellungnahme die Hintergründe erläutert. Demnach war nicht nur ein einzelner Kabelschaden für die Versorgungsunterbrechung verantwortlich. Vielmehr lagen zwei Schadstellen auf demselben Mittelspannungskabel vor. Dieser sogenannte Doppelfehler erschwerte die Wiederherstellung der Stromversorgung erheblich. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Betroffen waren Teile der Strandstraße, Friedrichstraße, Boysenstraße, des Industriewegs und der Hans-Böckler-Straße. Erst am Mittwoch, 7. Oktober, um 14.20 Uhr konnte der betroffene Mittelspannungsbereich nach einer erfolgreichen technischen Prüfung wieder zugeschaltet werden. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Schutztechnik schaltete das Stromnetz automatisch ab

Wie die EVS erklärt, wurde die Störung unmittelbar durch die Schutztechnik im Umspannwerk erkannt. Die Systeme registrierten einen Kurz- beziehungsweise Erdschluss und schalteten den betroffenen Mittelspannungsabgang automatisch ab. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Diese Abschaltung war eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, um das Stromnetz und die angeschlossenen Anlagen vor weiteren Schäden zu schützen.

Wo genau die Ursache lag, war zu diesem Zeitpunkt allerdings noch unklar. Denn die Mittelspannungskabel auf Sylt verlaufen vollständig unterirdisch. Anders als bei einer beschädigten Freileitung lässt sich die Fehlerstelle deshalb nicht einfach von außen erkennen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Die Netzleitstelle leitete nach Angaben des Unternehmens sofort die notwendigen Maßnahmen ein und alarmierte den Bereitschaftsdienst.

Zweiter Kabelschaden verhinderte schnelle Umschaltung

Normalerweise lässt sich bei einem Fehler im Stromnetz die Versorgung in vielen Fällen über andere Leitungswege wiederherstellen. Dafür verfügt das Netz über entsprechende Verbindungen und Reservemöglichkeiten.

Genau diese Möglichkeit war bei der Störung jedoch eingeschränkt. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Wie sich bei der Fehlersuche herausstellte, befanden sich zwei Schadstellen auf demselben Kabelabschnitt, jeweils in der Nähe der Kabeleinspeisung. Dadurch war die übliche sogenannte n-1-Sicherheit nicht mehr gewährleistet. Sie bedeutet vereinfacht, dass beim Ausfall eines Betriebsmittels ein anderes dessen Funktion übernehmen kann.

Der Doppelfehler verhinderte somit eine schnelle vollständige Wiederversorgung über einen alternativen Leitungsweg. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Allerdings gelang es den Mitarbeitern der EVS, durch gezielte Umschaltungen im eng verbundenen Niederspannungsnetz bereits vor Abschluss der Reparatur zahlreiche Kunden wieder mit Strom zu versorgen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Kabelmesswagen spürte beide Schadstellen auf

Die genaue Lokalisierung der Schäden erfolgte mithilfe eines eigenen Kabelmesswagens der EVS. In den frühen Morgenstunden des 7. Oktober konnten die betroffenen Stellen eingegrenzt und anschließend für das beauftragte Tiefbauunternehmen markiert werden.

Danach mussten die beschädigten Kabelabschnitte zunächst freigelegt werden. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Dafür waren umfangreiche Erdarbeiten erforderlich. Nach Angaben der EVS hatten die Baugruben eine Größe von ungefähr zehn Metern Länge, 1,50 Metern Breite und 1,20 Metern Tiefe.

Bevor die eigentlichen Reparaturen beginnen konnten, musste das Kabel vollständig außer Betrieb genommen, freigeschaltet und gegen unbeabsichtigtes Wiedereinschalten gesichert werden.

Anschließend wurden die beschädigten Abschnitte fachgerecht repariert und mithilfe neuer Muffenverbindungen wieder miteinander verbunden. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Um 14.20 Uhr konnte wieder zugeschaltet werden

Mit dem Abschluss der Reparatur an der ersten Schadstelle war die Arbeit noch nicht beendet. Vor der Wiederinbetriebnahme musste das Kabel einer elektrischen Prüfung unterzogen werden.

Damit sollte sichergestellt werden, dass die Reparatur ordnungsgemäß erfolgt war und die Leitung wieder sicher betrieben werden konnte.

Diese abschließende Prüfung verlief am frühen Mittwochnachmittag erfolgreich.

Um 14.20 Uhr wurde die Stromversorgung wieder zugeschaltet. Die Arbeiten an der zweiten Schadstelle wurden anschließend fortgesetzt, hatten nach Angaben der EVS jedoch keinen Einfluss mehr auf die Versorgung der Kunden. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Die EVS führt die Dauer des Stromausfalls insbesondere auf die aufwendige Fehlerortung, den unerwarteten Doppelfehler, die notwendigen Tiefbauarbeiten und die abschließende Sicherheitsprüfung zurück. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Warum waren die Telefonleitungen kaum erreichbar?

Neben der Dauer des Stromausfalls sorgte bei Betroffenen auch die schwierige telefonische Erreichbarkeit der EVS für Fragen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Dazu erklärt das Unternehmen, dass die Telefonleitungen bei größeren Störungen innerhalb kurzer Zeit so stark frequentiert würden, dass zahlreiche Anrufer nicht durchkämen.

Die EVS habe deshalb bereits in der Nacht nach Bekanntwerden des Stromausfalls eine entsprechende Meldung auf ihrer Facebookseite veröffentlicht. Am Morgen seien weitere Informationen auf der Internetseite und in den sozialen Medien gefolgt.

Eine individuelle Information sämtlicher betroffener Haushalte und Betriebe sei während einer solchen Störung nicht möglich. Das Unternehmen verweist daher für aktuelle Störungsmeldungen grundsätzlich auf seine Internetseite.

EVS entschuldigt sich bei den Betroffenen

Abschließend betont die Energieversorgung Sylt, dass die Mitarbeiter unmittelbar nach dem Auftreten der Störung sämtliche erforderlichen Maßnahmen eingeleitet hätten, um die Versorgung schnellstmöglich wiederherzustellen.

Gleichzeitig zeigt das Unternehmen Verständnis für den Ärger der Betroffenen und entschuldigt sich ausdrücklich für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Wer noch Fragen zum Stromausfall oder zu dessen Folgen hat, kann sich an den Kundenservice der EVS wenden. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.