Sylt. Ein Anrufer gibt sich als Mitarbeiter eines Energieversorgers, von Vodafone, einer Bank oder eines anderen bekannten Unternehmens aus und möchte „nur kurz“ einige Daten abgleichen. Gerade weil der Name eines vertrauten Unternehmens fällt, kann ein solcher Anruf zunächst glaubwürdig wirken. Trotzdem gilt grundsätzlich: Bei unerwarteten Telefonanrufen sollten keine persönlichen oder vertraulichen Daten herausgegeben werden.
Das betrifft insbesondere Vertrags- und Kundendaten, Geburtsdatum, Anschrift, Bankverbindung und Kontonummer sowie Passwörter, PINs, TANs oder andere Zugangsdaten.
Dabei spielt es zunächst keine Rolle, ob sich jemand beispielsweise als Mitarbeiter der Energieversorgung Sylt, von Vodafone, einer Versicherung, Bank oder eines anderen Unternehmens vorstellt. Allein die Behauptung am Telefon ist kein Beweis dafür, dass der Anrufer tatsächlich für dieses Unternehmen arbeitet.
Im Zweifel einfach auflegen
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein unerwarteter Anrufer persönliche Daten abfragt, einen schnellen Vertragsabschluss verlangt oder Zeitdruck erzeugt. Auch Aussagen wie „Das müssen wir sofort klären“ oder „Das Angebot gilt nur heute“ sollten ein Grund sein, genauer hinzuschauen.
Wer während eines Gesprächs ein ungutes Gefühl bekommt, sollte auf sein Bauchgefühl hören. Die einfachste Lösung: Gespräch beenden und selbst beim jeweiligen Unternehmen anrufen.
Wichtig ist dabei, nicht einfach eine Telefonnummer zurückzurufen, die der Anrufer genannt hat. Stattdessen sollte die Telefonnummer beispielsweise von einer Rechnung, einem bestehenden Vertrag oder von der offiziellen Internetseite des Unternehmens verwendet werden.
So lässt sich schnell klären, ob tatsächlich Kontakt aufgenommen wurde und ein berechtigtes Anliegen besteht.
Besonders mit älteren Angehörigen darüber sprechen
Gerade ältere Menschen können durch professionell und freundlich auftretende Anrufer verunsichert werden. Angehörige sollten deshalb mit Eltern oder Großeltern über solche Telefonate sprechen und eine einfache Regel vereinbaren: Am Telefon werden grundsätzlich keine sensiblen persönlichen Daten weitergegeben und keine spontanen Vertragsentscheidungen getroffen.
Das gilt übrigens nicht nur bei offensichtlich dubiosen Anrufen. Auch wenn der Anrufer den eigenen Namen, die Adresse oder sogar einzelne Vertragsinformationen bereits kennt, sollte man vorsichtig bleiben. Solche Angaben allein beweisen nicht, dass der Gesprächspartner tatsächlich von dem genannten Unternehmen stammt.
Wer unsicher ist, darf jederzeit auflegen. Ein seriöses Anliegen lässt sich anschließend über einen selbst gewählten Kontaktweg überprüfen.
Die wichtigste Regel ist deshalb denkbar einfach: Keine persönlichen, finanziellen oder vertraulichen Daten bei einem unerwarteten Telefonanruf herausgeben. Im Zweifel auflegen, selbst die offizielle Nummer des Unternehmens wählen und nachfragen.