Westerland. Warum sprechen wir vom „Fluss der Zeit“, von einem „Gedankenblitz“ oder davon, dass uns etwas „schwer im Magen liegt“? Metaphern begegnen uns ständig – und sie sind weit mehr als sprachliche Ausschmückungen. Wie stark bildhafte Sprache unser Denken prägt, steht im Mittelpunkt des öffentlichen Vortrags „In Bildern denken: Über Metaphern“ am Montag, 2. November 2026, um 19 Uhr im Forum des Schulzentrums Westerland.

Die Sektion Sylt der Schleswig-Holsteinischen Universitäts-Gesellschaft hat dazu Prof. Dr. Ralf Konersmann eingeladen.

Ausgangspunkt des Abends ist ein Gedanke Friedrich Nietzsches: Nicht Begriffe seien die ursprüngliche Sprachform des Denkens, sondern Metaphern, die von Erfahrungen und Vorstellungskraft geprägt sind. Diese Neubewertung hat die Beschäftigung mit Metaphern grundlegend verändert und zahlreiche Debatten über Sprache, Bedeutung und nicht zuletzt über das Selbstverständnis der Philosophie ausgelöst.

Was machen Metaphern mit unserem Denken?

Konersmann will die Metapher deshalb nicht nur als sprachliches Stilmittel betrachten. Anhand von Beispielen geht er grundlegenden Fragen nach: Was sind Metaphern? Wie funktionieren sie? Und was können wir aus ihnen über Sprache und Denken lernen?

Im Zentrum steht damit die Frage, was geschieht, wenn Menschen versuchen, abstrakte Gedanken durch Bilder verständlich zu machen – und welchen Einfluss diese Bilder wiederum darauf haben können, wie wir die Welt wahrnehmen und beschreiben.

Der Vortrag beginnt am Montag, 2. November, um 19 Uhr im Forum des Schulzentrums Westerland, Boy-Truels-Straße 19. Der Eintritt kostet für Gäste 7 Euro. Mitglieder der Sektion sowie Schülerinnen und Schüler haben freien Eintritt.