Sylt. Was für ein Fußballabend im Sportzentrum: 13 Tore, ein ständiges Hin und Her und eine Partie, die sich inklusive langer Nachspielzeit über rund 105 Minuten zog. Die Herren von Team Sylt setzten sich am Freitag, 25. September 2026, in der Kreisklasse C mit 7:6 (2:2) gegen die SZ Arlewatt III durch. Mittendrin: Neuzugang Jakub Michal Starzak, der bei seinem Auftritt gleich viermal traf.
Im Umfeld der Mannschaft hat der Neuzugang bereits einen augenzwinkernden Spitznamen: „Haaland“. Trainer Miko hatte den Angreifer, der zuvor in Polen spielte, neu ins Team geholt. Und Starzak brauchte nicht lange, um zu zeigen, warum man sich von ihm einiges verspricht.
Bereits in der 6. Minute erzielte er das 1:0. Arlewatt antwortete jedoch schnell und glich in der 12. Minute aus. Das Muster sollte sich durch den gesamten Abend ziehen: Team Sylt traf, Arlewatt schlug zurück oder umgekehrt. Zur Pause stand es folgerichtig 2:2.
Starzak wird zur Sylter „Geheimwaffe“
Nach dem Seitenwechsel wurde es endgültig wild. Starzak traf in der 54. Minute erneut und legte später noch zwei weitere Tore in der 80. und 83. Minute nach. Damit standen für den Neuzugang am Ende vier Treffer zu Buche.
Zwei weitere Sylter Tore wurden durch Nevio Rosowski in der 14. und 61. Minute versenkt. Stephani Jean Fabrice Randrianaridor steuerte in der 89. Minute einen weiteren Treffer bei.
Doch selbst damit war dieser Fußballabend noch nicht entschieden. Arlewatt blieb bis tief in die Nachspielzeit gefährlich und kam seinerseits auf sechs Treffer. Marvin-Enrico Erhardt traf dreimal, Marvin Thoms zweimal und Philipp Clausen einmal.
Erst nach einer ungewöhnlich langen Partie stand fest: 7:6 für Team Sylt. Kreisklasse? An diesem Abend eher Kreisklasse Deluxe.
Kommentar: 13 Tore und trotzdem wurde über den Schiedsrichter gesprochen
Eigentlich hätte dieses Spiel genug Gesprächsstoff geliefert: 13 Tore, ein Viererpack und Spannung bis weit in die Nachspielzeit. Dennoch wurde am Spielfeldrand auch über die Leistung des Schiedsrichters diskutiert.
Nach Beobachtung vor Ort agierte der Unparteiische über weite Strecken aus dem Bereich des Mittelfeldes heraus. Bei einigen Spielsituationen entstand dadurch der Eindruck, dass eine größere Nähe zum Geschehen bei der Bewertung hilfreich gewesen wäre. Auch einzelne Entscheidungen – unter anderem bei der Frage, wie lange der Ball gehalten werden durfte – stießen bei Spielern und Zuschauern auf Unverständnis. Das war durch entsprechende Reaktionen am Spielfeldrand deutlich zu hören.
Dabei gilt: Ein Schiedsrichter muss Entscheidungen innerhalb weniger Sekunden treffen und sieht eine Situation aus einem anderen Blickwinkel als Zuschauer am Spielfeldrand. Dass einzelne Pfiffe anders bewertet werden, gehört zum Fußball dazu. An diesem Abend waren es allerdings mehrere Szenen, die für Diskussionen sorgten.
Am Ende sollte bei einem solchen Spiel trotzdem das Sportliche im Vordergrund stehen: 13 Tore, Spannung bis zum Schluss und ein 7:6, über das wohl noch länger gesprochen wird.