Westerland. Die Flaggen sind gehisst, die Athleten vorgestellt – jetzt kann der Kampf auf dem Wasser beginnen: Der Citroën Windsurf World Cup Sylt 2026 ist am Freitag, 25. September, offiziell eröffnet worden. Bei der traditionellen Eröffnungszeremonie in der Westerländer Musikmuschel zogen knapp 100 Athletinnen und Athleten aus 25 Nationen mit ihren Nationalflaggen auf die Bühne. Bis zum 4. Oktober kämpfen sie am Brandenburger Strand in Wave, Freestyle und Slalom um Siege, Weltranglistenpunkte und Weltmeistertitel.
Für die deutschen Starter könnte der einzige Super Grand Slam der PWA World Tour besonders spannend werden. Gleich in mehreren Disziplinen reisen sie mit aussichtsreichen Positionen nach Sylt.
Erpenstein und Behrens führen im Wave
Bei den Frauen stehen im Wave mit Lina Erpenstein aus Kiel und Maria Behrens aus Lübeck derzeit zwei deutsche Athletinnen an der Spitze der Weltrangliste. Erpenstein kommt als Nummer eins, Behrens als Nummer zwei nach Westerland.
Eine prominente Konkurrentin fehlt allerdings: Sarah-Quita Offringa aus Aruba musste ihren Start nach Angaben der Veranstalter wegen einer Fußverletzung kurzfristig absagen. Zum starken internationalen Feld gehören weiterhin die belgische Sylt-Titelverteidigerin Sol Degrieck und Marine Hunter aus Frankreich.
Auch bei den Männern verspricht die Wave-Konkurrenz Spannung. Philip Köster trifft unter anderem auf den spanischen Titelverteidiger Marc Paré. Köster hat bereits fünf PWA-Weltmeistertitel gewonnen und war im vergangenen Jahr auf Sylt Zweiter hinter Paré. Ebenfalls dabei ist der Brasilianer Marcilio Browne.
Neubauer kann auf Sylt Weltmeister werden
Besonders viel steht für Lennart Neubauer auf dem Spiel. In der Freestyle-Disziplin wird auf Sylt der Weltmeister gekürt – und der 22-Jährige führt das aktuelle Klassement an.
Neubauer gewann im vergangenen Jahr den Freestyle-Wettbewerb auf Sylt und setzte sich im Juli auch beim PWA Grand Slam auf Fuerteventura durch. 2024 holte er den WM-Titel, 2025 wurde er Vizeweltmeister. Zu seinen Konkurrenten gehören Titelverteidiger Yentel Caers aus Belgien, Jacopo Testa aus Italien, der Schweizer Balz Müller und Takumi Moriya aus Japan.
Fabian Wolf greift im Slalom an
Im Foil Slalom gehört Fabian Wolf aus Kiel zu den deutschen Startern. Der 28-Jährige kommt nach seinem zweiten Platz bei der Europameisterschaft in St. Peter-Ording mit Rückenwind nach Sylt.
„Die Nordsee ist anspruchsvoll und etwas ganz Besonderes, weil man nie weiß, was einen erwartet“, sagt Wolf. Gerade im Foil Slalom seien die Entscheidungen häufig extrem eng. Zusätzliche Motivation bekomme er durch die Zuschauer am Brandenburger Strand: „Die vielen Fans, die hier bei jedem Wind und Wetter dabei sind, geben mir unheimlich viel Rückenwind.“
International trifft Wolf unter anderem auf Amado Vrieswijk, Matteo Iachino, Pierre Mortefon und Maciek Rutkowski.
Jetzt entscheidet Wind und Welle
Nach der Eröffnung am Freitag richtet sich der Blick ab Samstag auf die Nordsee. Die Wettkämpfe beginnen täglich ab 10 Uhr. Welche Disziplin tatsächlich gefahren werden kann, hängt dabei von den jeweiligen Wind- und Wellenbedingungen ab.
Auch an Land läuft das Programm über die kommenden Tage weiter. Das World Cup Village erstreckt sich entlang der Promenade mit Gastronomie, Shopping, Aktionen und Angeboten der Eventpartner. Abends wird im World-Cup-Partyzelt gefeiert.
Eine Premiere steht am Freitag, 2. Oktober, an: Bei „Surf & Sound“ spielt die Cover- und Partyband EVERSO erstmals live im Partyzelt. Für dieses Konzert sind nach Angaben des Veranstalters noch Tickets erhältlich.
Den Schlusspunkt setzt am Sonntag, 4. Oktober, die große Siegerehrung auf der Eventbühne. Bis dahin entscheidet vor Westerland vor allem eines, wie viel sportliche Action die Zuschauer zu sehen bekommen: der Sylter Wind.