Westerland/Sylt. Wie können Schüler sicherer mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit dem Bus zum Schulzentrum Sylt gelangen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Schulverbandsversammlung. Ein entsprechender Antrag sieht vor, die Verkehrssituation rund um das Schulzentrum systematisch zu untersuchen und konkrete Verbesserungen auf den Weg zu bringen.
Anlass sind wiederholte Hinweise aus Elternschaft und Schule sowie beobachtete kritische Situationen im täglichen Schulverkehr. Das Thema gewinnt zusätzlich an Bedeutung, weil im kommenden Schuljahr mit rund 800 Schülern am Schulzentrum gerechnet wird. Gleichzeitig soll der Anteil der Schüler steigen, die ohne Elterntaxi zur Schule kommen.
Gefahrenstellen konkret erfassen
Der Antrag nennt unter anderem die Tonderner Straße, Gorch-Fock-Straße und den Wenningstedter Weg. Auch weitere Straßen sollen einbezogen werden, soweit sie für die Schulwege relevant sind.
Dabei geht es zunächst nicht darum, einzelne Maßnahmen vorzugeben. Vielmehr sollen die konkreten Gefahrenstellen identifiziert werden: Wo behindern parkende Autos die Sicht? Wo treffen Busse, Autos und Fahrradfahrer auf engem Raum zusammen? Wo fehlen sichere Querungsmöglichkeiten?
Dazu sollen Schulleitung, Schulelternbeirat, Schülervertretung und Lehrkräfte ihre Erfahrungen einbringen. Anschließend ist eine gemeinsame Ortsbegehung mit den zuständigen Stellen von Gemeinde und Kreis vorgesehen.
Schulwegplan als weiterer Baustein
Als sinnvoller Ansatz wurde zudem ein offizieller Schulwegplan für das Schulzentrum Sylt diskutiert. Ein Beispiel aus Niebüll zeigt, wie empfohlene Schulwege und konkrete Gefahrenpunkte übersichtlich dargestellt und Eltern sowie Schülern vermittelt werden können.
Erst auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme soll entschieden werden, welche Maßnahmen an den einzelnen Stellen sinnvoll und rechtlich möglich sind. Denkbar sind beispielsweise Veränderungen beim Parken, sichere Querungen, eine andere Verkehrsführung, bauliche Maßnahmen oder zeitweise Zufahrtsbeschränkungen im Sinne einer Schulstraße.
„Entscheidend ist, dass wir nicht zuerst darüber sprechen, was alles nicht geht. Wir müssen feststellen, wo die konkreten Gefahren liegen und dann gemeinsam mit den Fachleuten Lösungen dafür entwickeln“, so Schulverbandsvorsteher Raphael Ipsen.
Die Ergebnisse der Prüfung und die daraus abgeleiteten Maßnahmen sollen anschließend wieder der Schulverbandsversammlung vorgelegt werden.