Westerland. Was bedeutet es eigentlich, tolerant zu sein – und wo beginnt das bloße Aushalten anderer Überzeugungen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein öffentlicher Vortrag der Schleswig-Holsteinischen Universitätsgesellschaft, Sektion Sylt, am Montag, 28. September 2026, um 19 Uhr im Forum des Schulzentrums Westerland.

Unter dem Titel „Toleranz und Identität – über wechselseitiges Verstehen und Aushalten“ spricht Dr. phil. Heiko Liepert, Wissenschaftler am Philosophischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Im Mittelpunkt steht ein Begriff, der im alltäglichen Sprachgebrauch häufig verwendet wird, dessen Bedeutung nach Ansicht des Referenten jedoch zunehmend unscharf geworden ist. Liepert will deshalb einen Blick auf die Geschichte und die ursprünglichen Bedeutungen des Toleranzbegriffs werfen.

Identität und Toleranz im Konflikt

Eng damit verbunden ist die Frage nach der Identität. Im Vortrag soll unter anderem zwischen sozialer und personaler Identität unterschieden und betrachtet werden, welchen Einfluss beide auf die Fähigkeit zur Toleranz haben können.

Dabei geht es ausdrücklich nicht um die Vorstellung eines vollkommen harmonischen Zusammenlebens. Vielmehr soll beleuchtet werden, warum Toleranz gerade dort notwendig wird, wo unterschiedliche Überzeugungen, Lebensentwürfe und Identitäten aufeinandertreffen und Konflikte bestehen bleiben.

Der Vortrag beginnt am 28. September um 19 Uhr im Forum des Schulzentrums Westerland, Boy-Truels-Straße 19. Der Eintritt kostet für Gäste 7 Euro. Mitglieder der Sektion sowie Schülerinnen und Schüler haben freien Eintritt. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Ein weiterer Vortrag der Sektion ist für den 2. November 2026 geplant. Dann spricht Prof. Dr. Ralf Konersmann über das Thema „In Bildern denken: Über Metaphern“.