Sylt. Ein ungewöhnlicher neuer Unterstützer bekommt künftig eine Aufgabe am Schulzentrum Sylt: Der ausgebildete Therapiehund Snoop wird Schul-Streetworker Christian Görisch-Kabus während einer Testphase tageweise bei seiner Arbeit begleiten. Zuvor hatten sich die schulischen Gremien mit dem Einsatz beschäftigt.
Zum neuen „Mitschüler“ im Klassenzimmer wird Snoop allerdings nicht. Im regulären Unterricht und in den Klassen wird der Therapiehund nicht eingesetzt. Sein Einsatzbereich ist ausschließlich der BOX-OUT-/Streetwork-Raum, der über einen eigenen Außenzugang verfügt. Für den überwiegenden Teil der Schülerinnen und Schüler ändert sich im normalen Schulalltag damit nichts.
Snoop soll Ruhe und Vertrauen schaffen
Seine Stärken soll der Vierbeiner vor allem dort einbringen, wo Schul-Streetwork besonders gefragt ist. Snoop kann die pädagogische Arbeit bei Beruhigung und Deeskalation, Beziehungsarbeit, emotionaler Regulation und schwierigen sozialen Situationen unterstützen.
Dabei gilt eine klare Regel: Kein Kind muss Kontakt zu Snoop haben. Begegnungen finden ausschließlich freiwillig, situationsbezogen und unter Begleitung des Schul-Streetworkers statt. Gleichzeitig werden auch die Bedürfnisse und Grenzen des Hundes berücksichtigt.
Eine besondere Möglichkeit kann Snoop sogar Kindern bieten, die Angst vor Hunden haben. Wenn das Kind und die Eltern dies ausdrücklich wünschen, kann eine behutsame Annäherung an den ausgebildeten Therapiehund stattfinden. Tempo und Nähe bestimmt dabei immer das Kind selbst.
Eltern und Sorgeberechtigte sollen Christian Görisch-Kabus informieren, wenn bei ihrem Kind eine bislang nicht bekannte Hundeallergie oder besondere Angst vor Hunden besteht und ein Kontakt im Rahmen der Schul-Streetwork möglich wäre.
Mit der Testphase möchte das Schulzentrum Sylt nun Erfahrungen mit dem tiergestützten Ansatz sammeln. Andere Schulen arbeiten bereits mit Schul- und Therapiehunden – nun soll auch Snoop auf Sylt zeigen, wie vier Pfoten die pädagogische Arbeit unterstützen können.