Sylt. Sie spielen selbst Handball – und sorgen inzwischen auch dafür, dass der Nachwuchs seine Spiele austragen kann. Beim TSV Westerland sammeln junge Handballer derzeit ihre ersten Erfahrungen als Schiedsrichter und engagieren sich damit schon früh ehrenamtlich für ihren Verein.
Am vergangenen Wochenende waren Lasse Feldmann und Noam Jessen gemeinsam im Einsatz. Für die beiden war es bereits der zweite Einsatz als Jungschiedsrichter. Sie übernehmen vor allem Begegnungen der jüngeren Nachwuchsmannschaften und lernen dabei Schritt für Schritt, ein Handballspiel aus einer völlig neuen Perspektive zu sehen.
Bereits am Wochenende zuvor hatten Noam Jessen und Paul Fösch zur Pfeife gegriffen. Bei ihren ersten Spielen werden die Nachwuchsschiedsrichter von Verena Wittke begleitet. Sie steht den jungen Unparteiischen zur Seite und unterstützt sie dabei, Sicherheit und Erfahrung auf dem Spielfeld zu sammeln.
Ehrenamt hält den Spielbetrieb am Laufen
Das Engagement der jungen Handballer ist für den Verein weit mehr als nur eine zusätzliche Aufgabe. Ohne Schiedsrichter gibt es schließlich auch keine Spiele. Dass Nachwuchsspieler einen Teil ihrer Freizeit investieren und Verantwortung für andere Mannschaften übernehmen, hilft dabei, den Spielbetrieb aus eigener Kraft aufrechtzuerhalten.
Gleichzeitig lernen die Jugendlichen eine andere Seite ihres Sports kennen: Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und auch in hektischen Situationen den Überblick behalten.
Damit zeigt sich beim TSV Westerland, dass Nachwuchsarbeit nicht nur auf dem Spielfeld stattfindet. Wer heute selbst noch um Tore kämpft, kann morgen schon mit der Pfeife dafür sorgen, dass andere überhaupt spielen können.