Wenningstedt-Braderup. Am Sonntag, 13. September 2026, haben die Frauen des SC Norddörfer auf dem heimischen Sportplatz einen deutlichen Sieg gefeiert. Gegen den TSV Stedesand setzte sich der SCN mit 10:2 (2:0) durch. Doch trotz der zehn Treffer stand diesmal weniger eine einzelne Torjägerin als vielmehr die gesamte Mannschaft im Mittelpunkt.
Die Norddörferinnen bestimmten von Beginn an die Partie. Pina Rohde eröffnete in der 10. Minute den Torreigen, ehe Laetitia Mikolassek in der 22. Minute auf 2:0 erhöhte. Dabei hätte der SCN bereits im ersten Durchgang noch mehr aus seiner Überlegenheit machen können.
Denn so deutlich das Ergebnis am Ende ausfiel, spielerisch war durchaus noch Luft nach oben. Die Partie wirkte phasenweise etwas statisch, das Spiel über die Außenbahnen hätte konsequenter gesucht werden können. Statt Tempo und Breite gab es immer wieder Situationen, in denen der Ball zu lange durch das Zentrum lief.
Nach der Pause fallen die Tore
Nach dem Seitenwechsel wurde es vor den Toren deutlich lebhafter. Mikolassek erhöhte in der 48. Minute auf 3:0, ehe Cynthia Graage für Stedesand zum 3:1 traf.
Doch die Norddörferinnen ließen sich davon nicht aus der Ruhe bringen. Evodia Isabel Jaqueline Wolters stellte in der 55. Minute auf 4:1. Nach dem zweiten Stedesander Treffer durch Thora Luethjohann (61.) zog der SCN endgültig davon.
Carla Oliete Lindemann-Rathjen traf in der 70. Minute, Mikolassek legte nur zwei Minuten später nach. Pina Rohde erzielte in der 75. Minute ihren zweiten Treffer, Wolters machte in der 79. Minute das 8:2.
In der Schlussphase durfte sich schließlich auch Nommi Marie Rohde in die Torschützenliste eintragen. Sie traf in der 84. Minute zum 9:2, ehe Mikolassek mit ihrem vierten Treffer in der 88. Minute den 10:2-Endstand herstellte.
Nommi Rohde überzeugt auf ganzer Linie
Auch wenn Laetitia Mikolassek mit vier Treffern einmal mehr ihre Torgefahr unter Beweis stellte, war es diesmal gerade die mannschaftliche Geschlossenheit, die auffiel. Mikolassek suchte nicht nur selbst den Abschluss, sondern setzte auch ihre Mitspielerinnen immer wieder in Szene.
Eine besonders starke Partie machte Nommi Marie Rohde. Sie überzeugte nicht nur mit ihrem Treffer, sondern vor allem durch ihr Abwehrverhalten und ihre Übersicht. Rohde suchte konsequent die Zweikämpfe, ging entschlossen hinein und entschied viele dieser Duelle für sich. Damit gab sie der Mannschaft wichtige Stabilität und verdiente sich die Auszeichnung als „Woman of the Match“.
Am Ende steht ein auch in dieser Höhe deutlicher 10:2-Heimsieg. Gleichzeitig gibt es für den SC Norddörfer trotz der zehn Tore noch Ansatzpunkte: Mehr Bewegung, ein schnellerer Ball und eine konsequentere Nutzung der Außenbahnen könnten das Offensivspiel künftig noch variabler machen.
Was an diesem Sonntag jedoch besonders positiv auffiel: Beim SC Norddörfer standen alle Spielerinnen im Fokus. Die Tore verteilten sich auf fünf verschiedene Torschützinnen – und der deutliche Erfolg war vor allem das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung.
Tore für den SC Norddörfer: Pina Rohde (10., 75.), Laetitia Mikolassek (22., 48., 72., 88.), Evodia Isabel Jaqueline Wolters (55., 79.), Carla Oliete Lindemann-Rathjen (70.), Nommi Marie Rohde (84.).