Sylt/Kiel. Wie lässt sich auf Sylt langfristig eine vernünftige Balance zwischen Dauerwohnen, Ferienwohnen und Zweitwohnen schaffen – und gleichzeitig die wirtschaftliche Zukunft der Insel sichern? Mit dieser Frage sind die beiden Vorsitzenden des Vereins Sylter Unternehmer, Ole König und Raphael Ipsen, am Dienstag nach Kiel gereist. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Dort suchten sie den direkten Austausch auf Landesebene. An den Gesprächen beteiligten sich Vertreter des Innenministeriums aus den Bereichen Bauen und Wohnen, Städtebau, Landesplanung und Bauordnungsrecht sowie der Leiter der Abteilung Technologie, Tourismus und Marketing im Wirtschaftsministerium.

Wohnen und Wirtschaft im Mittelpunkt

Thematisch knüpften die Gespräche auch an die jüngste Jahreshauptversammlung der Sylter Unternehmer an. Dort hatte der Verein seine neue Kampagne vorgestellt. In Kiel stand jedoch weniger die Kampagne selbst als vielmehr die damit verbundenen Zukunftsfragen der Insel im Mittelpunkt: Wirtschaft, Wohnraum und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Besonders die unterschiedlichen Wohnformen auf Sylt beschäftigen den Verein. Dauerwohnen, Ferienwohnen und Zweitwohnen müssten langfristig in ein Verhältnis gebracht werden, das sowohl den Bedürfnissen der Inselbevölkerung als auch der wirtschaftlichen Entwicklung gerecht werde.

Die Sylter Unternehmer wollen dabei nach eigenen Angaben nicht ausschließlich Forderungen an die Politik richten. Der Verein möchte sich selbst an der Entwicklung von Lösungsansätzen beteiligen, Akteure miteinander vernetzen und Politik sowie Verwaltung in den Prozess einbeziehen.

Dazu wurde nach Angaben des Vereins eine unabhängige fachliche Untersuchung auf den Weg gebracht. Auch das Land Schleswig-Holstein soll in diesen Prozess eingebunden werden.

Ergänzung zur Tourismusstrategie

Die auf der Jahreshauptversammlung vorgestellte Initiative versteht der Verein zugleich als Ergänzung zur derzeit entstehenden Tourismusstrategie und zur künftigen Markenausrichtung der Insel. Während dort die touristische Entwicklung eine wichtige Rolle spielt, wollen die Sylter Unternehmer insbesondere Wirtschaft, Wohnraum und die Menschen in den Mittelpunkt rücken, die auf der Insel leben und arbeiten. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Aus Sicht des Vereins hängen diese Bereiche unmittelbar miteinander zusammen: Tourismus brauche Arbeitskräfte, Beschäftigte benötigten bezahlbaren Dauerwohnraum und eine funktionierende Wirtschaft wiederum verlässliche Rahmenbedingungen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Mit dem Besuch in Kiel wollen die beiden Vorsitzenden deshalb deutlich machen, dass die Diskussion über Sylts Zukunft nicht allein auf der Insel geführt werden kann. Entscheidungen in den Bereichen Landesplanung, Bau- und Wohnungsrecht sowie Tourismuspolitik werden auch auf Landesebene getroffen.

Der Verein kündigt an, diesen Austausch fortzusetzen und sein Netzwerk dafür zu nutzen, Sylter Themen auf unterschiedlichen politischen Ebenen einzubringen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.