Sylt. Eine abgelegene Nordseeinsel, eine eingeschworene Dorfgemeinschaft und ein Heimkehrer, den plötzlich niemand mehr erkennen will: Der neue Spielfilm „Der Heimatlose“ von Regisseur Kai Stänicke erzählt eine ungewöhnliche Geschichte über Heimat, Erinnerung und Identität.
Im Mittelpunkt steht Hein, gespielt von Paul Boche. Nach vielen Jahren auf dem Festland kehrt er in sein Heimatdorf zurück. Doch selbst sein Jugendfreund Friedemann zweifelt an seiner Identität. Ein Dorfgericht soll schließlich klären, ob Hein tatsächlich derjenige ist, für den er sich ausgibt. Dabei geraten seine persönlichen Erinnerungen immer stärker in Widerspruch zu den Aussagen der Dorfgemeinschaft.
Die Insel als besondere Bühne
Für Regisseur Kai Stänicke stand früh fest, dass die Geschichte auf einer Insel spielen sollte. Die Abgeschiedenheit und die eng verbundene Gemeinschaft bilden den passenden Rahmen für Heins Rückkehr. Gleichzeitig soll der Ort bewusst nicht eindeutig bestimmbar sein – Stänicke versteht den Film als Parabel, beinahe als Märchen.
Auch das Szenenbild ist ungewöhnlich: Offene Häuser und theaterhafte Kulissen unterstreichen die zentralen Themen des Films – das Spielen von Rollen und das Verbergen von Wahrheiten.
Prominentes Ensemble
Neben Paul Boche gehören unter anderem Philip Froissant, Emilia Schüle, Stephanie Amarell, Jeanette Hain, Julika Jenkins und Margarita Broich zum Ensemble.
„Der Heimatlose“ ist Stänickes Spielfilmdebüt und feierte 2026 bei den 76. Internationalen Filmfestspielen Berlin seine Weltpremiere. Der Film hat eine Laufzeit von 122 Minuten.