Sylt. Wenn am Donnerstag, 10. September 2026, um 11 Uhr auf Teilen der Insel die Sirenen heulen, besteht kein Grund zur Sorge: Auf Sylt beteiligt sich die Inselverwaltung am Bundesweiten Warntag. Getestet werden mobile Sirenen sowie weitere Warnsysteme. Um 11.45 Uhr folgt die Entwarnung.
Der Warntag soll die technischen Abläufe im Bevölkerungsschutz überprüfen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Bevölkerung die unterschiedlichen Warnsignale und Warnwege kennt.
Mobile Sirenen an drei Standorten
Wie bereits im vergangenen Jahr werden die mobilen Sirenen an drei Orten auf der Insel aufgestellt: in Hörnum am Oberen Dünenweg, in List an der Feuerwache und in Westerland am Johann-Möller-Platz.
Um 11 Uhr ertönt dort ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton. Dieser signalisiert beim Warntag ausschließlich den Probealarm. Um 11.45 Uhr folgt ein einminütiger gleichbleibender Dauerton zur Entwarnung.
Da es sich um mobile Sirenen handelt, werden die Signale nicht überall auf Sylt gleichermaßen zu hören sein. Besonders deutlich sollen sie im Umfeld der drei Standorte wahrnehmbar sein.
Warnmeldung kommt auch aufs Smartphone
Die Sirenen sind nur ein Teil des Tests. Parallel werden weitere Warnwege erprobt. Dazu gehören die Warn-App NINA sowie Cell Broadcast. Über dieses System können geeignete Smartphones und Mobiltelefone Warnmeldungen unmittelbar empfangen. Auch Radio und Fernsehen gehören zu den Warnwegen.
Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Systeme sollen möglichst viele Menschen erreicht werden. Gleichzeitig bietet der bundesweite Test Bund, Ländern, Kreisen und Kommunen die Möglichkeit, Schwachstellen in den technischen und organisatorischen Abläufen zu erkennen.
Grundschüler üben für den Notfall
Auf Sylt wird der Warntag in diesem Jahr außerdem mit einem Projekttag an der Grundschule St. Nicolai verbunden. Die Kinder beschäftigen sich mit der Frage, wie man sich in einem Notfall richtig verhält.
Auf dem Programm stehen unter anderem das korrekte Absetzen eines Notrufs, das Packen einer Notfalltasche, Erste Hilfe für Kinder und Brandschutz. Unterstützt wird die Schule dabei vom örtlichen DRK. Einige Schülerinnen und Schüler engagieren sich bereits im Jugendrotkreuz.
„Schule bedeutet mehr, als reine Kulturtechniken zu vermitteln. Sie soll unsere Kinder auch auf das Leben vorbereiten und dazu gehört es, zu wissen, wie man sich in einem Notfall richtig verhält“, erklärt Schulleiter Horst-Peter Feldt.
Für die Sylter bedeutet der Donnerstag damit vor allem eines: Wenn um 11 Uhr die Sirenen heulen und Warnmeldungen auf den Mobiltelefonen erscheinen, handelt es sich um einen geplanten Probealarm. Die Entwarnung über die mobilen Sirenen folgt um 11.45 Uhr.