Ein Fußballspiel zwischen SC Norddörfer und Team Sylt ist etwas Besonderes. Nicht, weil daraus mehr gemacht werden müsste als aus anderen Spielen. Sondern weil auf einer kleinen Insel vieles besonders nah beieinanderliegt. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Die Spieler kennen sich. Sie begegnen sich in der Schule, in der Freizeit oder bei anderen Gelegenheiten. Manche sind Freunde. Und trotzdem möchte am Spieltag natürlich jeder gewinnen.

Genau so soll Sport sein.

Wer auf den Platz geht, darf nicht denken: Heute lasse ich meinen Freund gewinnen. Für diese 70 Minuten ist der Freund im anderen Trikot der sportliche Konkurrent. Man versucht, ihm den Ball abzunehmen, das Tor zu verhindern und am Ende selbst die drei Punkte mitzunehmen.

Das gilt bis hinauf zum Profisport.

Auch ein Tennisspieler kann seinen Gegner persönlich mögen und trotzdem mit aller sportlichen Konsequenz versuchen, ihn zu schlagen. Wenn beide im Finale stehen, wollen beide den ersten Platz. Einer muss dem anderen diesen ersten Platz nehmen wollen – sonst wäre es kein ernsthafter Wettbewerb. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Und trotzdem kann man sich vorher freundlich begrüßen, während des Wettkampfs fair behandeln und sich anschließend die Hand geben. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Professionalität bedeutet nicht Distanz. Sie bedeutet, sportlichen Wettbewerb und persönlichen Umgang voneinander trennen zu können.

Genau darin liegt vielleicht auch eine wichtige Botschaft dieses Inselduells. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

SC Norddörfer darf SC Norddörfer sein. Team Sylt darf Team Sylt sein. Beide dürfen gewinnen wollen. Beide dürfen stolz auf ihre Farben sein. Und ein Derby darf selbstverständlich seinen besonderen Reiz behalten. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Aber nach dem Schlusspfiff sind die Kinder wieder das, was sie vorher schon waren: Mitschüler, Bekannte und Freunde auf derselben Insel.

Das haben die jungen Fußballer an diesem Mittwoch ganz selbstverständlich vorgelebt.

Vielleicht sollten wir Erwachsenen es genauso einfach halten: zwei Vereine, sportliche Konkurrenz – und trotzdem gemeinsam Sylt. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.