Westerland. Sechs Tage Spitzensport, vier Weltmeistertitel und mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher: Der Defender GKA Kite-Surf World Cup 2026 ist am Sonntag, 30. August, am Brandenburger Strand in Westerland mit einem deutschen Erfolg und einer großen Schlusszeremonie zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt des Finaltages stand der erst 17-jährige Finn Flügel, der sich im Big Air Hydrofoil wie bereits im vergangenen Jahr den Vize-Weltmeistertitel sicherte.

Der große Traum vom WM-Titel erfüllte sich für Flügel auf Sylt zwar nicht. In einem spannenden Finale musste er sich dem amtierenden Weltmeister Hugo Wigglesworth aus Neuseeland geschlagen geben, der seinen Titel erfolgreich verteidigte. Rang drei belegte der für Spanien startende Lorenzo Casati. Das ebenfalls erst 17 Jahre alte deutsche Nachwuchstalent Marten Koblischke aus Borkum komplettierte als Vierter das Finale.

Finn Flügel kämpft sich auf Platz zwei

Knapp am großen Titel vorbei: Der 17-jährige Finn Flügel wurde beim Defender GKA Kite-Surf World Cup auf Sylt zum zweiten Mal in Folge Vize-Weltmeister im Big Air Hydrofoil.Foto: Finn Anjes
Knapp am großen Titel vorbei: Der 17-jährige Finn Flügel wurde beim Defender GKA Kite-Surf World Cup auf Sylt zum zweiten Mal in Folge Vize-Weltmeister im Big Air Hydrofoil.

Für Flügel begann das entscheidende Finale am Brandenburger Strand alles andere als optimal. Seine ersten beiden Sprünge misslangen. Doch der 17-Jährige, der während der gesamten Wettkampfwoche kaum Schwächen gezeigt hatte, kämpfte sich zurück und schob sich noch auf den zweiten Platz.

Beim letzten Versuch setzte Flügel noch einmal alles auf eine Karte. Für den ganz großen Sprung zum Weltmeistertitel reichte es jedoch nicht mehr. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

„Ich hätte den Titel gerne nach Haus geholt, leider hat es nur für den zweiten Platz gereicht, da ich nicht meine beste Leistung abrufen konnte“, sagte Flügel anschließend. Sylt habe für ihn eine besondere Bedeutung: „Hier habe ich angefangen zu Kiten und ich freue mich schon darauf, stärker zurückzukommen.“

Damit wiederholte das in Ägypten lebende und im bayerischen Hof geborene Nachwuchstalent seinen Vize-Weltmeistertitel aus dem Vorjahr. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Kaya Lehmann wird WM-Dritte

Foto: Finn Anjes
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Auch in der Disziplin Kite-Surf gab es aus deutscher Sicht Grund zum Feiern. Die 20-jährige Kaya Lehmann erreichte den dritten Platz und beendet die Saison damit als WM-Dritte. Im vergangenen Jahr war die in Kopenhagen lebende Deutsche auf Sylt noch Fünfte geworden.

Den Weltmeistertitel bei den Frauen verteidigte Capucine Delannoy aus Frankreich. Die inzwischen als „Königin von Sylt“ bekannte Kiterin feierte damit bereits ihren fünften Titel auf Sylt und ihren dritten WM-Titel in Folge. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Bei den Männern ging der Weltmeistertitel im Kite-Surf an James Carew aus Australien. Der 27-Jährige gewann auf Sylt und krönte sich damit zum Weltmeister in der Königsdisziplin. Der Deutsche Keanu Merten erreichte das Viertelfinale, Alexander Middeler belegte Rang sieben.

Im Big Air Hydrofoil der Frauen verteidigte Andrea Zust aus der Schweiz ihren Weltmeistertitel.

Vier Weltmeistertitel auf Sylt vergeben

Foto: Finn Anjes

Damit wurde Sylt in diesem Jahr zur Bühne für gleich vier WM-Entscheidungen. Mehr als 50 Rider aus 23 Nationen kämpften am Brandenburger Strand um insgesamt 40.000 Euro Preisgeld.

Ausgetragen wurden die Disziplinen Kite-Surf und Big Air Hydrofoil, jeweils bei den Frauen und Männern. Während beim Kite-Surf Wellen, Wind und Tricks miteinander kombiniert werden, stehen beim Big Air Hydrofoil maximale Höhe, spektakuläre Manöver und die Kontrolle über das Foil im Mittelpunkt.

Besonders die Leistungen der deutschen Nachwuchstalente sorgten zum Abschluss für Freude bei den Veranstaltern.

„Die Zuschauerinnen und Zuschauer konnten in dieser Eventwoche Kitesurfen der Extraklasse erleben“, bilanzierte Christian Okon, Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur MMP. Besonders erfreulich sei, „dass die deutschen Nachwuchstalente in dieser dynamischen Trendsportart in der Weltspitze angekommen sind.“ Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Mehr als 100.000 Besucher auf der Westerländer Promenade

Sechs Tage Kitesurf-Weltklasse vor Westerland: Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher verfolgten nach Angaben des Veranstalters den World Cup und das Rahmenprogramm entlang der Promenade.Foto: Finn Anjes
Sechs Tage Kitesurf-Weltklasse vor Westerland: Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher verfolgten nach Angaben des Veranstalters den World Cup und das Rahmenprogramm entlang der Promenade.
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Nicht nur sportlich konnte der World Cup eine große Bilanz vorweisen. Nach Angaben des Veranstalters kamen während der sechs Veranstaltungstage mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher nach Westerland.

Auf mehr als 500 Metern entlang der Promenade begleitete ein umfangreiches Event- und Rahmenprogramm die Wettkämpfe auf dem Wasser.

Am Sonntag wurden schließlich noch einmal alle Weltmeister bei der großen Schlusszeremonie auf der Eventbühne am Brandenburger Strand gefeiert.

Für Veranstalter Christian Okon hat sich dabei erneut gezeigt, warum der World Cup auf der Nordseeinsel seinen Platz gefunden hat: „Kitesurfen und Sylt passen einfach perfekt zusammen.“ Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Nach sechs Tagen mit Wind, Wellen und Weltklasse-Sport ging damit einer der sportlichen Höhepunkte des Sylter Sommers 2026 zu Ende.