List/Sylt. Fischbrötchen gehören zu Sylt wie Strand und Nordsee, doch diese Dimension war selbst für die Insel außergewöhnlich: Beim Lister Hafenfest am Samstag, 8. August 2026, hat Jürgen „Jünne“ Gosch mit seinem Team ein rund 50 Meter langes Fischbrötchen auf die Beine gestellt. Damit wurde die bisherige deutsche Bestmarke von 42,37 Metern deutlich übertroffen.

Der spektakuläre Rekordversuch entwickelte sich zu einem der Höhepunkte des Hafenfestes. Zahlreiche Besucher verfolgten, wie das überdimensionale Fischbrötchen vorbereitet und schließlich für den Verkauf angeschnitten wurde. Unterstützung aus der eigenen Familie durfte dabei nicht fehlen: Beim ersten Schneiden des Fischs packten auch Jürgens Enkelinnen Annika und Linda tatkräftig mit an.

Das Ziel war von Beginn an ambitioniert: 50 Meter sollte das Fischbrötchen erreichen. Damit wollte Gosch die bisherige Bestmarke übertreffen, die im Rostocker Ostseestadion mit 42,37 Metern aufgestellt worden war. Zuvor hatte Rügen mit einem 30,95 Meter langen Fischbrötchen den Rekord gehalten.

Anders als zunächst vielleicht vermutet, handelt es sich dabei allerdings nicht um einen Guinness-Weltrekord. Das längste Fischbrötchen wird nicht als eigene Guinness-Kategorie geführt. Für entsprechende Rekordleistungen in Deutschland ist das Rekord-Institut für Deutschland zuständig.

Doch an diesem Sonnabend ging es am Lister Hafen nicht allein um Zentimeter und Rekorde. Hinter der Aktion stand vor allem ein guter Zweck: 100 Prozent der Einnahmen aus dem Verkauf des Fischbrötchens kommen den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zugute. Die Besucher konnten damit nicht nur ein Stück des außergewöhnlichen Fischbrötchens probieren, sondern gleichzeitig die Arbeit der Seenotretter unterstützen.

Für Jürgen „Jünne“ Gosch war die Aktion zugleich ein Heimspiel. Kaum ein Name ist auf Sylt so eng mit Fisch und maritimer Gastronomie verbunden wie seiner. Dass ausgerechnet beim Lister Hafenfest 2026 ein Fischbrötchen dieser Größenordnung entstand, passte daher bestens zur maritimen Atmosphäre des Tages.

Mit der angepeilten Länge von rund 50 Metern wurde die bisherige deutsche Bestmarke deutlich übertroffen – und das Lister Hafenfest um eine Attraktion reicher, über die wohl noch länger gesprochen werden dürfte.

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