Westerland/Sylt. Die erste Demonstration im Rahmen des Punk-Protestcamps auf Sylt ist am Mittwoch, 22. Juli, ohne größere Zwischenfälle verlaufen. Für die Demonstration unter dem Motto „Wem gehört die Stadt?“ waren rund 150 Teilnehmer angemeldet. Tatsächlich beteiligten sich nach Beobachtungen vor Ort jedoch lediglich etwa 50 Personen an dem Aufzug. Die Demonstration führte von der Festwiese in Tinnum durch Westerland mit mehreren Zwischenkundgebungen am Rathaus und am Bahnhofsvorplatz, bevor sie wieder am Ausgangspunkt endete.
Während der rund zweistündigen Versammlung blieb die Lage nach Angaben aus Sicherheitskreisen ruhig. Zu nennenswerten Störungen oder Auseinandersetzungen kam es nicht. Die Polizei begleitete den Demonstrationszug, Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen.
Für den Einsatz von Polizei und weiteren Kräften entstanden nach ersten Schätzungen Kosten von rund 5.000 Euro, die aus Steuermitteln finanziert werden.
Der Kreis Nordfriesland hatte die Demonstration im Vorfeld unter Auflagen genehmigt. Dazu gehörten unter anderem der Einsatz von Ordnern, die Einhaltung der vorgeschriebenen Aufzugsstrecke sowie die Beachtung der Anweisungen von Polizei und Versammlungsbehörde. Außerdem mussten die Teilnehmer auf eine ordnungsgemäße Müllentsorgung achten und soweit vorhanden, die Gehwege nutzen.
Bereits am Samstag, 25. Juli, steht die nächste Demonstration der Initiative unter dem Motto „Gemeinsam gegen Faschismus“ an. Auch hierfür sind rund 150 Teilnehmer angemeldet. Beobachter rechnen allerdings insbesondere bei gutem Wetter mit einer deutlich höheren Beteiligung. Vor dem Hintergrund der bisherigen Erfahrungen mit den Protesten auf Sylt dürfte die Polizei ihre Einsatzplanung entsprechend anpassen und sich auf ein erhöhtes Teilnehmeraufkommen vorbereiten.