Sylt. Die intensive Raupenphase des Goldafters auf Sylt geht langsam zu Ende. Nach Angaben der Inselverwaltung haben sich viele Raupen bereits verpuppt oder befinden sich derzeit in der Verpuppung. Damit endet zwar die Zeit, in der die Tiere besonders viele Brennhaare ausbilden, Entwarnung gibt es jedoch noch nicht.

Die Brennhaare bleiben auch nach der Verpuppung längere Zeit in der Umwelt erhalten und können weiterhin Hautreizungen sowie allergieähnliche Beschwerden verursachen. Besonders in bekannten Befallsgebieten empfiehlt die Inselverwaltung deshalb, bei Gartenarbeiten, beim Heckenschneiden oder Rasenmähen lange Kleidung zu tragen und direkten Hautkontakt zu vermeiden.

Mit der Verpuppung beginnt zugleich die nächste Entwicklungsphase des Goldafters. Im Juli schlüpfen die etwa drei Zentimeter großen weißen Nachtfalter mit ihrem charakteristischen goldbraunen Hinterleib. Da die Falter von Licht angezogen werden, rät die Inselverwaltung dazu, Außenbeleuchtungen in den Monaten Juli und August möglichst nur bei Bedarf einzuschalten. Die Straßenbeleuchtung auf Sylt verwendet bereits Leuchtmittel mit einem geringen Blaulichtanteil, wodurch sie deutlich weniger anziehend auf Goldafter und andere Insekten wirkt.

Die Entwicklung des Goldafters wird weiterhin gemeinsam von der Inselverwaltung, den fünf Inselgemeinden, dem Landschaftszweckverband Sylt sowie der Georg-August-Universität Göttingen beobachtet. Das laufende Monitoring und die wissenschaftliche Begleitung sollen weitere Erkenntnisse über die Ausbreitung der Art liefern und als Grundlage für langfristige Maßnahmen dienen. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Aktuelle Informationen, Verhaltensempfehlungen sowie das Meldeportal zum Goldafter sind weiterhin auf der Internetseite der Inselverwaltung unter www.sylt.de/goldafter zu finden.