Sylt. Eine außergewöhnliche Saison liegt hinter Emilia Otto von den C-Juniorinnen des Team Sylt. Obwohl sie altersbedingt eigentlich noch für die D-Juniorinnen spielberechtigt ist, gehörte sie zu den prägenden Spielerinnen der C-Juniorinnen und sicherte sich mit 41 Treffern offiziell die Torjägerkanone der Kreisliga Nord. Tatsächlich erzielte sie sogar 44 Tore, drei Treffer wurden jedoch durch die Rücknahme von Spielen nach dem Rückzug zweier Mannschaften aus der Wertung gestrichen.
In den offiziell gewerteten zwölf Ligaspielen kam Emilia auf 41 Tore und 29 Vorlagen – eine beeindruckende Bilanz. Insgesamt absolvierte sie in der vergangenen Saison 20 Pflichtspiele für Team Sylt, sowohl bei den D-Mädchen als auch bei den C-Junioren. Dabei gelangen ihr 63 Tore und 41 Assists.
Mit ihren Leistungen hat sich die Nachwuchsspielerin längst über die Insel hinaus einen Namen gemacht. Emilia wurde in die Landesauswahl Schleswig-Holstein berufen und zählt damit zu den 22 besten Spielerinnen ihres Jahrgangs im Bundesland.
Außergewöhnliche Leistungen bleiben im Sport jedoch selten unbemerkt. Wer regelmäßig Tore erzielt und Spiele prägt, zieht nicht nur Anerkennung auf sich, sondern erlebt mitunter auch Neid oder spöttische Kommentare. Dabei verliert Emilia nie aus den Augen, worauf es im Fußball wirklich ankommt: Gewinnen kann nur eine Mannschaft. Hinter jedem Tor stehen Mitspielerinnen, die Bälle erobern, Chancen vorbereiten und füreinander kämpfen. Auch wenn Emilia mit ihren Toren und Vorlagen heraussticht, war der Erfolg der C-Juniorinnen nur durch den starken Zusammenhalt und die geschlossene Mannschaftsleistung möglich.
Der nächste sportliche Höhepunkt steht bereits bevor. Mitte Juli wird Emilia mit der Auswahl des JFV Südholstein am Gothia Cup in Schweden teilnehmen – dem größten Jugendfußballturnier der Welt.
Dass Emilia all diese Erfolge erzielt hat, obwohl sie eigentlich noch dem jüngeren D-Juniorinnen-Jahrgang angehört, unterstreicht ihr außergewöhnliches Talent. Für Team Sylt ist sie längst eine der prägenden Spielerinnen. Gleichzeitig weiß sie, dass persönlicher Erfolg immer auf einer starken Mannschaft basiert – eine Einstellung, die sie auf und neben dem Platz auszeichnet und die ihre Entwicklung sicherlich noch lange begleiten wird.