Sylt. Die Gemeinde Sylt wird die am Zum Fliegerhorst aufgestellten Flüchtlingscontainer nicht über den bisherigen Mietzeitraum hinaus weiter anmieten. Damit folgte die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung nicht der Empfehlung der Verwaltung, den Mietvertrag bis Ende Juni 2027 zu verlängern.

Die Verwaltung hatte die Verlängerung mit dem weiterhin bestehenden Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten begründet. So müssen die derzeit genutzten Wohnungen in der Theodor-Heuss-Straße bis Ende 2026 aufgegeben werden. Gleichzeitig ist noch unklar, wann und in welchem Umfang Wohnungen im Hugo-Köcke-Weg zur Verfügung stehen werden. Hinzu kommen mögliche weitere Zuweisungen von Flüchtlingen.

Für eine Verlängerung des Mietvertrags wären trotz eines ausgehandelten Preisnachlasses Kosten in Höhe von rund 241.000 Euro für ein weiteres Jahr entstanden. Ein Kauf der Container kam nach Angaben der Verwaltung nicht infrage, da der Anbieter die Anlage grundsätzlich nicht zum Verkauf anbietet.

Mit der Entscheidung endet die Nutzung der Containeranlage nach Ablauf des laufenden Mietvertrags. Wie die Unterbringung der betroffenen Menschen künftig sichergestellt werden soll, muss die Gemeinde nun in den kommenden Monaten neu organisieren.

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