Wenningstedt. Der Kapellenplatz soll wieder zu einem lebendigen Treffpunkt für Einheimische, Zweitheimische und Gäste werden. Mit einer kleinen Eröffnungsfeier wurde jetzt der Startschuss für die Neugestaltung gegeben. Das Projekt ist die erste sichtbare Maßnahme aus dem im März beschlossenen Integrierten Ortsentwicklungskonzept (IOEK) und soll zeigen, dass die gemeinsam erarbeiteten Ideen nicht in der Schublade verschwinden, sondern Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Tourismusdirektor Henning Sievers betonte, dass der Wunsch nach einer Wiederbelebung des Kapellenplatzes bei den Bürgerbeteiligungen besonders häufig geäußert worden sei. Ziel sei es gewesen, mit einem schnell umsetzbaren Projekt sichtbar zu machen, dass Engagement und Beteiligung konkrete Ergebnisse hervorbringen können. Möglich geworden sei die Umsetzung durch die enge Zusammenarbeit des Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup, der Gemeinde, des Bauhofs, der technischen Abteilungen sowie weiterer Partner und Initiativen, unter anderem im Bereich Biodiversität.

Die Projektleitung lag bei Tessa Heyde vom Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup. Gemeinsam mit zahlreichen Beteiligten wurde der Platz aufgewertet und mit neuen Angeboten ausgestattet. Neben dem bereits bestehenden Boulefeld stehen künftig eine digitale Spielebox mit verschiedenen Freizeit- und Bewegungsspielen, zusätzliche Sitzmöglichkeiten sowie neue Gestaltungselemente zur Verfügung. Für die Sommermonate sorgt zudem ein gastronomisches Angebot für Getränke und kleine Speisen. Auch die beliebten „Alltagsmenschen“-Figuren bereichern den Platz und laden zum Verweilen ein.

Bereits für die kommenden Wochen ist ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm geplant. Konzerte, Mitmachaktionen, Workshops und weitere Angebote sollen den Kapellenplatz dauerhaft mit Leben füllen. Gleichzeitig sind alle Bürger eingeladen, den Platz aktiv zu nutzen und eigene Ideen einzubringen.

Bürgermeister Kai Müller bezeichnete die Neugestaltung als gelungenes Beispiel dafür, wie Bürgerbeteiligung unmittelbar Wirkung entfalten könne. Die große Resonanz während der Arbeit am Ortsentwicklungskonzept habe deutlich gemacht, dass der Kapellenplatz vielen Menschen am Herzen liege. Die Wiederbelebung sei deshalb ein gemeinsamer Auftrag von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft gewesen.

Gleichzeitig verwies Kai Müller darauf, dass das Ortsentwicklungskonzept insgesamt rund 60 Projekte umfasst. Die Neugestaltung des Kapellenplatzes sei damit erst der Anfang einer Reihe weiterer Vorhaben, die den Ort langfristig attraktiver machen sollen. Ebenso hob er die Bedeutung gemeinschaftlichen Engagements hervor – sowohl von Einheimischen als auch von Zweitheimischen, Unternehmern und Gästen.

Zum Abschluss der Eröffnung gestaltete die Kirchengemeinde ein begleitendes Programm mit einem Segen und Mitmachangeboten. So wurde der Kapellenplatz nicht nur symbolisch, sondern auch ganz praktisch wieder zu einem Ort der Begegnung und des Miteinanders.