Irgendwann kommt der erste Wolf nach Sylt. Sicher eine schöne Meldung für die Tagesschau.

Die Erderwärmung ist nicht mehr aufzuhalten. Jeder Sommer, der kommt, ist der wärmste Sommer seit immer. Wenn wir die ersten zwei Meter Meeresspiegel-Anstieg geschafft haben, wird Sylt bei der nächsten Sturmflut geteilt - irgendwo hinter Rantum - nachts womöglich. Ärgerlich! Der Vorteil jedoch - die Busfahrten in den Süden der Insel werden schneller und billiger. Auch große Teile der Ostdörfer werden absaufen und im „Brennpunkt“ nach der „Tagesschau“ wird Kanzler Merz in Gummistiefeln umherlaufen und betreten gucken. Das ist auch das mindeste, was wir dann von der Regierung erwarten.

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Bald wird der erste Wolf nach Sylt kommen. Irgendein Jungspund wird auf dem Weg nach Dänemark bei Klanxbüll falsch abbiegen, über den Damm laufen und dann bei Morsum Nösse die ersten Schafe massakrieren. Und noch während die Sylter Jäger empört ihre Elefantenbüchsen aus den Schränken holen und zur Treibjagt blasen, hat der Wolf die Lamas des Tinnumer Tierparks auf Links gedreht. Nur wenige Stunden später dann das Halali: Ein Kurierfahrer hat in Höhe Sansibar mit 123 Km/h auf der Kreisstraße den Wolf der Natur ‚entnommen‘, „…tschuldigung, war so nicht beabsichtigt...der war auf einmal da…“ Die Sylter Schafzüchter bieten dem Kurierfahrer das ‚du’ und einen Lammbraten an.

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In Deutschland leben so um und bei 13,5 Millionen Katzen. Runtergebrochen auf Sylt bedeutet das, dass dreieinhalbtausend Singvogelmörder auf unserer Insel ihr Unwesen treiben. Okay, das war vielleicht etwas grob. Also Schmusekatzen. Wenn nun jedes dieser Biester pro Woche ein bis zwei Kilo vollgekackte Katzenstreu produziert, dann werden das übers Jahr 270 Tonnen. Das sind 15 LKW voll. Mehr als ein langer Autozug voller Katzendreck pro Jahr. Die Kosten für die Streu und für die aufwendige Entsorgung fließen in unser Bruttosozialprodukt. Wenn Sie also zukünftig lesen, lieber LeserInnen, dass unser Bruttoinlandsprodukt mal wieder um 3 Prozentpunkte gestiegen ist, dann sind das nicht nur Porsche Cayennes, künstliche Hüftgelenke und U-Boote aus Kiel, sondern auch Sylter Katzendreck.

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Überall auf der Welt wird aus unterschiedlichsten Gründen gestorben. Auf Mallorca, so stand es im „Spiegel“, ist die gängigste Todesart, von britischen Sauftouristen virtuos dargeboten - Zitat - „ besoffen vom Hotelbalkon am Pool vorbeizuspringen“.

Dagegen stehen wir Sylter eher ziemlich blöd da: hier wird man maximal – wenn man Glück hat – als E-Biker von einem Lamborghini umgenietet.

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„Wer zügig geht, lebt länger!“
Das meldete das „Britisch Journal
of Sports Medicine“. Menschen, die flanieren, schlendern, bummeln, sich hier auf Promenaden und an Stränden langsam bewegen, haben ein um 24 Prozent höheres(!) Sterberisiko, als wenn sie mit Schwitz-Geschwindigkeit über Boulevards huschen.

Ärgerlich, denn wir dachten, das Gegenteil sei richtig. Da kommen die Menschen aus den hektischen Metropolen zu uns nach Sylt, um zu entschleunigen und dann werden schlussendlich viele von ihnen in schwarzen Limousinen mit dunklen Scheiben und betreten dreinschauenden Chauffeuren heimgefahren.