Satrup/Sylt. Die C-Juniorinnen von Team Sylt haben das Kreispokalfinale gegen den TSV Nordmark Satrup denkbar unglücklich mit 1:2 nach Verlängerung verloren. Bei Temperaturen von über 30 Grad entwickelte sich vor rund 35 mitgereisten Sylter Fans ein hochklassiges und spannendes Endspiel, das erst in den Schlusssekunden entschieden wurde.

Dabei waren die Insulanerinnen als Meister ihrer Staffel und aufgrund ihrer bisherigen Saisonleistungen durchaus mit großen Hoffnungen nach Satrup gereist. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in der beide Mannschaften um jeden Ball kämpften.

Die Gastgeberinnen gingen in der 28. Minute durch ihre stärkste Offensivspielerin Kira Chayenne Beyer mit 1:0 in Führung. Doch die Antwort von Team Sylt ließ nicht lange auf sich warten. Nur eine Minute später setzte sich Thia Marielle Jacobsen mit viel Wucht und Durchsetzungsvermögen im Strafraum durch und erzielte den verdienten 1:1-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Sylterinnen zunehmend die Kontrolle über die Partie. Team Sylt erspielte sich die größeren Spielanteile und die besseren Torchancen. Mehrfach fehlten nur Zentimeter zur Führung. Maria traf die Latte, Thia Marielle Jacobsen den Pfosten, weitere Abschlüsse verfehlten das Ziel nur knapp oder wurden von der Torhüterin entschärft.

Erschwerend kam hinzu, dass Leistungsträgerin Emilia Otto aufgrund einer Verletzung lange pausieren musste. Erst rund zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit konnte sie wieder eingesetzt werden. Trotz ihrer Beschwerden stellte sie sich in den Dienst der Mannschaft und sorgte mit mehreren Abschlüssen sofort wieder für Gefahr.

Auch defensiv zeigte Team Sylt eine starke Leistung. Vor allem Luzie Glapa übernahm die schwierige Aufgabe, die gefährlichste Spielerin der Gastgeberinnen weitgehend aus dem Spiel zu nehmen. Komplett ausschalten ließ sich die dynamische Offensivspielerin zwar nicht, dennoch gelang es den Sylterinnen, ihre Kreise über weite Strecken einzuengen.

Im Tor erwischte Smilla Ahlers einen herausragenden Tag. Mit mehreren starken Paraden hielt sie ihre Mannschaft insbesondere in der zweiten Halbzeit im Spiel und verhinderte weitere Gegentreffer.

Während die Temperaturen weiter an den Kräften zehrten, schien die Kondition zunehmend auf Seiten der Sylterinnen zu liegen. Unterstützt von den mitgereisten Eltern, die unter anderem Pavillons, Eiswannen, kalte Getränke und kühle Waschlappen organisiert hatten, wirkte Team Sylt in der Schlussphase frischer als die Gastgeberinnen.

Auch in der Verlängerung bestimmten die Insulanerinnen über weite Strecken das Geschehen. Nachdem die gefährlichste Spielerin Satrups verletzungsbedingt vom Feld musste, spielte praktisch nur noch Team Sylt auf das gegnerische Tor.

Als sich bereits vieles auf ein Neunmeterschießen einzustellen schien, folgte die bittere Entscheidung. Nach einem schnellen Angriff der Gastgeberinnen und einer kurzen Unaufmerksamkeit in der Defensive fiel in der Schlussminute der Verlängerung das 2:1 für Satrup.

Die Enttäuschung bei den Sylterinnen war nach dem Schlusspfiff riesig. Dennoch können die Spielerinnen stolz auf ihre Saison zurückblicken. Mit dem Gewinn der Meisterschaft und dem Einzug ins Pokalfinale hat Team Sylt eine herausragende Spielzeit gespielt und eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.