Westerland/Sylt. Nach den Schüssen auf einen Barbershop in der Westerländer Strandstraße am Mittwochabend sind die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen der Polizei inzwischen beendet. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern jedoch weiterhin an.

Nach Angaben der Polizei wurden mindestens drei Schüsse mit einer scharfen Schusswaffe auf den Eingangsbereich des Geschäfts abgegeben. Verletzt wurde dabei glücklicherweise niemand.

Unmittelbar nach dem Vorfall leitete die Polizei einen Großeinsatz mit umfangreichen Fahndungsmaßnahmen auf der gesamten Insel ein. Der Bereich rund um die Strandstraße wurde abgesperrt. Zudem kontrollierten Polizeikräfte Bahnhöfe und abfahrende Züge, um mögliche Tatverdächtige aufzuspüren.

Bereits kurz nach der Tat konnte ein 23-jähriger Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit festgenommen werden. Im Verlauf der weiteren Ermittlungen geriet zudem ein 15-jähriger Jugendlicher mit aserbaidschanischer Staatsangehörigkeit in den Fokus der Ermittler. Er wurde am Bahnhof kontrolliert und wird inzwischen als Beschuldigter im eingeleiteten Ermittlungsverfahren geführt.

Zeitweise kam es auch zu einem größeren Polizeieinsatz in der Westerländer Süderstraße. Dort war die Straße zwischen „Am Seedeich“ und „Trift“ gesperrt worden. Hintergrund war ein Hinweis auf eine möglicherweise durch Schüsse verletzte Person in einem Wohnhaus. Dieser Verdacht bestätigte sich jedoch nicht. Die Absperrungen konnten anschließend wieder aufgehoben werden.

Die Ermittlungen werden derzeit unter anderem wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung, Sachbeschädigung sowie wegen Verstößen gegen das Waffengesetz geführt. Zur Spurensicherung war auch die Bezirkskriminalinspektion Flensburg im Einsatz.

Am späten Abend erklärte die Polizei die Fahndungsmaßnahmen für beendet und bedankte sich bei der Bevölkerung für das Verständnis sowie die Unterstützung während des Einsatzes.

Warum die Schüsse auf den Eingangsbereich des Barbershops abgegeben wurden und welche Hintergründe die Tat hat, ist weiterhin Gegenstand der laufenden Ermittlungen.