Rantrum/Sylt. Bitterer hätte ein Pokalspiel für Team Sylt II kaum enden können. Die Sylter C-Jugend musste sich im Kreispokal der SG Mitte NF II am Montagvormittag in Rantum knapp mit 0:1 geschlagen geben. Der entscheidende Treffer fiel erst in der 62. Minute und sorgte nach einer intensiven Partie für große Enttäuschung bei Spielern, Trainern und Zuschauern.
Besonders bemerkenswert: Team Sylt trat überwiegend mit Spielern der Jahrgänge 2012 und 2013 aus der C2-Jugend an und war damit körperlich klar unterlegen. Die Gäste der SG Mitte NF II setzten dagegen größtenteils auf den älteren Jahrgang 2011. Umso beeindruckender war die Leistung der Sylter Nachwuchsspieler, die spielerisch über weite Strecken die bessere Mannschaft waren.
Die Gastgeber überzeugten mit guten Kombinationen, viel Einsatz und mehreren starken Aktionen nach vorne. Besonders bitter: Der entscheidende Treffer der Gäste sorgte für Diskussionen, da sich viele Zuschauer sicher waren, dass dem Tor eine Abseitsposition vorausging.
Zusätzlich wurde die Partie zunehmend hitziger. Die Gäste gingen körperlich äußerst robust zur Sache und brachten damit viel Unruhe ins Spiel. Bereits in der ersten Halbzeit mussten mehrere Spieler von Team Sylt nach harten Zweikämpfen angeschlagen vom Feld oder konnten nicht mehr weiterspielen.
Auch Emilia zeigte in der Partie eine starke Leistung und hielt gegen die körperlich robusten Gegenspieler gut dagegen. Mit zwei starken Aktionen setzte sie offensive Akzente und bewies großen Einsatzwillen.
Besonders schwierig wurde die Situation für die Sylter gegen Ende der Partie, als aufgrund der vielen angeschlagenen Spieler kaum noch Wechselmöglichkeiten vorhanden waren. Trotz großer Moral kämpfte die Mannschaft bis zum Schluss weiter und versuchte noch einmal alles, um den Ausgleich zu erzielen.
Die Partie blieb bis in die Schlussminuten emotional. Insgesamt verteilte die Schiedsrichterin mehrere Gelbe Karten, hinzu kam in der Schlussphase noch eine Rote Karte gegen Team Sylt.
Trotz der knappen Niederlage kann die Mannschaft auf ihre Leistung stolz sein. Gegen einen älteren und körperlich sehr präsenten Gegner zeigte Team Sylt II über lange Phasen den reiferen Fußball, hielt kämpferisch stark dagegen und bewies großen Teamgeist. Am Ende fehlte lediglich das nötige Glück, um sich für den großen Aufwand zu belohnen.