Kaum zu glauben, wie schnell ein Jahr vergeht. Gerade noch haben wir den Sommer am Strand genossen, den Herbstwind um die Nase wehen lassen und uns auf die Adventszeit gefreut. Und plötzlich steht er wieder vor der Tür: der 31. Dezember, der letzte Tag des Jahres. Ein bisschen Wehmut schwingt mit, wenn die letzten Stunden verstreichen. Gleichzeitig wächst die Vorfreude auf das, was das neue Jahr bringen mag. Doch woher stammt eigentlich der Name Silvester, und warum verabschieden wir das alte Jahr mit so vielen Bräuchen? Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Seinen Namen verdankt der 31. Dezember einem Mann, der mit Feuerwerk, Sekt und guten Vorsätzen wenig zu tun hatte. Papst Silvester I. starb am 31. Dezember 335 in Rom. Die katholische Kirche gedachte seiner fortan an diesem Tag. Das lateinische Wort „silvester“ bedeutet „zum Wald gehörend“ oder „Waldbewohner“. Dass wir am 31. Dezember das Jahresende feiern, hat mit der Geschichte unseres Kalenders zu tun. Mit der Einführung des gregorianischen Kalenders 1582 wurde die bereits bestehende Festlegung des Jahresendes auf diesen Tag weiter gefestigt. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Schon lange bevor Feuerwerksraketen den Nachthimmel erhellten, verabschiedeten die Menschen das alte Jahr mit allerlei Ritualen. Lärm, Feuer und Licht sollten böse Geister vertreiben und Unheil fernhalten. Aus diesen alten Vorstellungen entwickelten sich über Jahrhunderte die heutigen Silvesterbräuche. Auch Glücksbringer gehören dazu. Kleine Schweinchen, Kleeblätter, Hufeisen und Schornsteinfeger sollen dafür sorgen, dass das neue Jahr unter einem guten Stern steht.

Und dann wären da noch die guten Vorsätze. Mehr Zeit für die Familie, weniger Stress, gesünder leben oder endlich das tun, was man schon lange vorhat. Manches gerät bereits in den ersten Januarwochen wieder in Vergessenheit. Aber vielleicht gehört auch das zu Silvester: voller Zuversicht nach vorne zu schauen und noch einmal neu anzufangen.

Auf Sylt hat der Jahreswechsel seinen ganz eigenen Reiz. Wer gerne ausgelassen feiert, hat auf der Insel verschiedene Möglichkeiten. In Hörnum sorgt ein Höhenfeuerwerk für einen leuchtenden Jahreswechsel, in Wenningstedt verwandelt eine Lasershow den Nachthimmel in ein buntes Lichterspiel. Und auf der Westerländer Promenade steigt an der Musikmuschel die große Silvesterparty, bei der mit Musik und Tanz unter freiem Himmel gefeiert wird. Wer es ruhiger mag, genießt einen Strandspaziergang, die klare Winterluft oder einen gemütlichen Abend mit Familie und Freunden.

Dabei muss Silvester nicht immer laut und turbulent sein. Vielleicht ist gerade der letzte Abend des Jahres eine schöne Gelegenheit, zurückzublicken. Auf besondere Begegnungen, schöne Erlebnisse und kleine Erfolge, aber auch auf Dinge, die nicht so gelaufen sind, wie man es sich gewünscht hätte. Dieser Artikel erschien zuerst exklusiv bei Dein Sylt / Sylter Spiegel.

Was das neue Jahr bringen wird, weiß niemand. Und vielleicht ist genau das das Schöne daran. Zwölf neue Monate liegen vor uns, voller Möglichkeiten, Überraschungen und Geschichten, die erst noch geschrieben werden wollen.

Ob mit großer Feier, gemütlich im kleinen Kreis oder entspannt zu Hause: Silvester ist der Moment, in dem wir das Alte verabschieden und das Neue willkommen heißen. Und wie und wo sich der Jahreswechsel auf Sylt besonders schön erleben lässt, zeigen wir auf den folgenden Seiten.