Rantum/Sylt. Vom 1. bis 7. August 2026 findet auf Sylt zum zweiten Mal eine einwöchige erlebnisorientierte Rehabilitationswoche für krebserkrankte Kinder und ihre Familien statt. Organisiert wird das Sommercamp von Sportstudierenden der Universität Hildesheim unter der Leitung von Prof. Dr. Nicolas Kurpiers. Das Projekt wird in Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) durchgeführt. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr kehrt das Camp damit auf die Insel zurück.

Das Konzept knüpft an das seit mehr als zehn Jahren bestehende Skicamp im österreichischen Pitztal an. Dort erleben Familien nach einer überstandenen Krebstherapie durch Wintersport neue Bewegungsfreude und soziale Teilhabe. Seit dem vergangenen Jahr wird das erfolgreiche Konzept auch im Sommer auf Sylt umgesetzt – mit Wassersport und gemeinsamen Aktivitäten am Strand von Rantum.

Insgesamt werden 35 Kinder und Jugendliche im Alter von acht bis 18 Jahren, ihre Familien, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Studierende erwartet. Untergebracht ist die Gruppe im ADS-Schullandheim Rantum. Auf dem abwechslungsreichen Programm stehen tägliche Surfeinheiten, Wellenreiten, Stand-up-Paddling, gemeinsame Spiele, eine Strandolympiade und weitere Aktivitäten am und im Wasser. Den Abschluss bildet ein gemeinsamer Abend am Lagerfeuer mit Musik.

Zum Betreuungsteam gehören neben den Sportstudierenden der Universität Hildesheim auch Fachkräfte der Medizinischen Hochschule Hannover. Ein Sportwissenschaftler und eine Ärztin begleiten die Rehabilitationswoche und sorgen gemeinsam mit den weiteren Betreuern für die medizinische und sportwissenschaftliche Unterstützung der Teilnehmer.

Im Mittelpunkt des Projekts steht nicht der sportliche Erfolg, sondern die Rückkehr zu Bewegung, Selbstvertrauen und sozialer Teilhabe. „Für viele Kinder ist es ein bedeutender Moment, festzustellen: Ich kann wieder mit anderen mithalten, mich anstrengen, rennen, toben – so, wie ich es will“, erklärt Prof. Dr. Nicolas Kurpiers. Solche Erfahrungen stärkten nicht nur das Körpergefühl, sondern gäben auch Selbstvertrauen und Mut für den Alltag.

Ebenso wichtig wie die sportlichen Angebote ist für viele Familien der Austausch mit Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Die gemeinsame Zeit auf Sylt soll Raum für Begegnungen, Gespräche und neue Freundschaften bieten – fernab des oftmals belastenden Alltags nach einer Krebstherapie.

Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist das Engagement der Sportstudierenden der Universität Hildesheim. Sie entwickeln die sportlichen Angebote, betreuen die Kinder und organisieren zahlreiche Aktivitäten – größtenteils ehrenamtlich und in ihrer Freizeit.

Ermöglicht wird das Sommercamp durch die Unterstützung mehrerer Förderer. Neben dem Verein für krebskranke Kinder Hannover e. V. zählt auch die Bürgerstiftung Hildesheim zu den wichtigen Partnern des Projekts. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr soll sich die Rehabilitationswoche dauerhaft auf Sylt etablieren und auch künftig betroffenen Kindern und ihren Familien neue Kraft, Zuversicht und unvergessliche gemeinsame Erlebnisse schenken.

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